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Maria Lassnig
SelbstportrÀt als Prophet, 1967
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Maria Lassnig

SelbstportrÀt als Prophet, 1967

Maria Lassnig

SelbstportrÀt als Prophet, 1967
Das SelbstportrĂ€t als Prophet der Österreicherin Maria Lassnig zeigt einen zergliederten, nackten weiblichen Körper. HĂŒfte und Oberschenkel, Geschlecht, SchulterblĂ€tter, Arme und HĂ€nde sowie ein Detailausschnitt von einem Gesicht sind erfasst. Die FlĂ€che dazwischen ist ungefĂŒllt, weiß und leer, so dass die Körperfragmente mehr zu schweben scheinen, als dass sie sich im Raum fest positionieren. Beine fehlen, auch der untere RĂŒcken, Hals und der Großteil des Kopfes.Ihrem Prinzip der „Body-Awareness“ folgend, nach welchem Lassnig nur das malte, was ihr wĂ€hrend des Malaktes prĂ€sent war, sind die Fehlstellen gleich Leerstellen. So ist der Prophet hier keiner, der seherisch einen Weg weist, sondern selbst ohne Beine bewegungslos an eine Stelle gebunden ist, ohne RĂŒckgrat zusammenfĂ€llt und ohne Augen sich nur mit den HĂ€nden vortasten kann. Entsprechend sind die HandinnenflĂ€chen blind suchend in die Höhe gerichtet, zudem ist der Unterkörper dazu um 180 Grad gedreht. Die verschiedenen Körperausrichtungen behindern ein Fortkommen. Mechthild Achelwilm