Die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle

Bestand

Informationen zu 800 Jahren Kunstgeschichte
Ca. 200.000 B√ľcher, Kataloge, Zeitschriften, CDs, DVDs und andere Medienarten zu K√ľnstler_innen und Themen der Kunstgeschicht stehen Ihnen zur Verf√ľgung. Im Vordergrund stehen dabei die Sammlungsgebiete und Forschungsaktivit√§ten der Hamburger Kunsthalle. Die Pr√§senzbibliothek ist die wichtigste kunstwissenschaftliche Fachbibliothek im norddeutschen Raum. Der Bibliothekskatalog macht dar√ľber hinaus thematisch relevante digitale Quellen recherchierbar.

Sondersammlungen
Reproduktionen von Kunstwerken, Publikationsarchiv der Hamburger Kunsthalle, Pressearchiv der Hamburger Kunsthalle, Archivalien aus dem Umfeld des Museums, Nachl√§sse von K√ľnstler_innen

Buchkunst
Illustrierte B√ľcher und K√ľnstlerb√ľcher

Auskunft

Das Bibliotheksteam beantwortet gerne Ihre Fragen zur¬†Benutzung der Bibliothek und des Katalogs, zum Bestand¬†der Bibliothek, sowie¬†zu einzelnen K√ľnstlern und zu Themen der Kunst.

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns einen Brief, eine E-Mail oder f√ľllen Sie das Auskunftsformular aus.

Zum Auskunftsformular


F√ľhrungen und Veranstaltungen

F√ľr Gruppen bieten wir Ihnen auf Nachfrage¬†F√ľhrungen durch den Bibliotheksbestand,¬†Einf√ľhrungen in die Bibliotheksbenutzung, sowie¬†Veranstaltungen zur Informationskompetenz im Bereich der Kunst und Kunstgeschichte.

Einzelne F√ľhrungen und Veranstaltungen der Bibliothek werden im Kalender angezeigt.

Fragen zum Bestand

Welche Medien findet man in der Bibliothek?

Sammlung der Bibliothek
Die Bibliothek sammelt¬†Ausstellungs- und Sammlungskataloge von Museen, Galerien und anderen Ausstellungsh√§usern weltweit,¬†K√ľnstlermonographien, insbesondere Werkverzeichnisse,¬†Auktions- und Lagerkataloge,¬†247 abonnierte Zeitschriften sowie¬†Nachschlagewerke

Sondersammlungen der Bibliothek
In den Sondersammlungen der Bibliothek finden Sie¬†Reproduktionen (Graphiken und Fotografien) von Kunst- und Bauwerken, R√∂ntgenaufnahmen von Kunstwerken aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle,¬†alle Publikationen der Hamburger Kunsthalle,¬†Presseartikel zu den Aktivit√§ten der Hamburger Kunsthalle (bis einschl. 2012 vollst√§ndig) und¬†alle Drucksachen der Hamburger Kunsthalle, sowie¬†Archivalien und K√ľnstlernachl√§sse aus dem Umfeld der Hamburger Kunsthalle

Bereich Buchkunst
Der Bereich Buchkunst umfasst illustrierte B√ľcher vom 13. bis 21. Jahrhundert, sowie¬†K√ľnstlerb√ľcher des 20. und 21. Jahrhunderts.

Welche Medienarten gibt es in der Bibliothek?

Die Bibliothek ist auf keine Medienart beschr√§nkt. Man findet im Bestand vorwiegend B√ľcher und Zeitschriften, aber auch Einzelbl√§tter, kleinere Brosch√ľren, CDs, DVDs, Videos, Schallplatten und Kassetten sowie einzelne elektronische Medien.

Gibt es digitalisierte Bestände?

Die Originalillustrationen in den B√ľchern im Bereich Buchkunst werden zurzeit digitalisiert und erschlossen. Sie sind √ľber die Sammlungsdatenbank der Hamburger Kunsthalle recherchierbar.

√úber 200 Auktionskataloge wurden von der Universit√§tsbibliothek Heidelberg im Rahmen des DFG-Projekts German Sales 1901‚Äď1945¬†digitalisiert. Sie finden sie auf den Seiten von¬†Arthistoricum.com¬†und The¬†Getty¬†Research.

Die Digitalisate findet man √ľber den Bibliothekskatalog der Hamburger Kunsthalle.
Digitalisierte B√ľcher finden Sie auch in der Sammlung des Kupferstichkabinetts online.

Wie alt ist der Bestand?

Die meisten Titel stammen aus dem 20. Jahrhundert. Rund 8.000 Titel geh√∂ren zum Altbestand aus dem 16.‚Äď19. Jahrhundert. Die Bibliothek besitzt im Bereich der Buchkunst 48 Inkunabeln. Sie k√∂nnen auch √ľber den Incunabula Short Title Catalogue¬†der British Library oder √ľber den Inkunabelkatalog INKA¬†der Universit√§tsbibliothek T√ľbingen recherchiert werden.

Wird weitergesammelt?

Der Zuwachs durch Geschenke, Schriftentausch, Ank√§ufe und Belegexemplare bel√§uft sich j√§hrlich auf ca. 2.500 Medieneinheiten.¬†Ein Drittel der j√§hrlichen Erwerbungen machen K√ľnstlermonographien, Werkverzeichnisse und kunsttheoretische Literatur aus. Zwei Drittel der Neuzug√§nge sind Ausstellungs- und Sammlungskataloge. Die Bibliothek f√ľhrt 247 Zeitschriftenabonnements. Gesammelt wird Fachliteratur in allen Sprachen. Der √ľberwiegende Teil der Medien liegt aber auf Deutsch oder Englisch vor.

Fragen zur Benutzung

Wer kann die Bibliothek nutzen?

Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und kann von allen Interessierten benutzt werden.

Können Medien ausgeliehen werden?

Nein, die Bibliothek ist eine Pr√§senzbibliothek. Die Best√§nde k√∂nnen w√§hrend der √Ėffnungszeiten im Studiensaal eingesehen werden.

Kann ich mir einen Handapparat einrichten?

Wenn Sie die Bibliothek häufiger besuchen und jeweils die gleichen Medien benutzen möchten, besteht die Möglichkeit, dass Sie sich im Studiensaal Ihren eigenen Handapparat einrichten. Bitte wenden Sie sich an eine_n Bibliotheksmitarbeiter_in.

Kann ich meinen Laptop mitbringen?

Ja, im Lesesaal finden Sie gen√ľgend Steckdosen f√ľr Laptops.¬†Per WLAN k√∂nnen Sie im Internet recherchieren.

Können Medien kopiert, fotografiert oder gescannt werden?

Die Mitarbeiter_innen fertigen f√ľr Sie bis zu 10 s/w-Fotokopien auf einem Buchkopierer an, sofern es der Erhaltungszustand und das Material der Medien zulassen. Eine Kopie kostet 0,25‚Äď0,50 ‚ā¨. Die Bestimmungen des Urheberrechts sind dabei zu beachten.
Illustrierte B√ľcher und K√ľnstlerb√ľcher sowie Best√§nde aus den Sondersammlungen k√∂nnen aus konservatorischen Gr√ľnden nicht kopiert werden.

Fotografieren ohne Blitzlicht ist m√∂glich. Die Bestimmungen des Urheberrechts sind dabei zu beachten. Die Bibliothek besitzt ein Stativ f√ľr Ihren Fotoapparat. Bitte wenden Sie sich an die Bibliotheksmitarbeiter_innen.

Das Mitbringen von Scannern ist aus konservatorischen Gr√ľnden nicht erlaubt. Medien k√∂nnen im Studiensaal zurzeit leider ebenfalls nicht gescannt werden.

Geschichte der Bibliothek

Die Bibliothek im 19. Jahrhundert

Die Bibliothek der Hamburger Kunsthalle wurde 1863 gegr√ľndet und mit dem Altbau 1869 er√∂ffnet. Sie hatte den Charakter einer Handbibliothek zu den Sammelgebieten der Gem√§ldegalerie, des Kupferstichkabinetts und der Sammlung der Plastiken. Eine Handbibliothek bildete den Bestand jedes Lesesaals. Sie enthielt allgemeine und spezielle Nachschlagewerke, Sprachlexika, Bibliographien und Handb√ľcher zu einem bestimmten Wissensgebiet. Daran hat sich bis heute nichts ge√§ndert. Die Grundlage f√ľr die Bibliothek bildete ein Teil der Privatbibliothek von Georg Ernst Harzen (1790-1863), einem Hamburger Kunstsammler und Kunsth√§ndler.

1891 wurde im Altbau der Studiensaal er√∂ffnet und somit die Bibliothek der √Ėffentlichkeit zug√§nglich gemacht. Schon damals waren Studiensaal des Kupferstichkabinetts und Lesesaals der Bibliothek als ein gemeinsamer Raum konzipiert. Die Aufgaben der Bibliothek ergaben sich aus den Arbeiten des Museums. Das Ziel war der Aufbau einer kunstwissenschaftlichen Fachbibliothek im norddeutschen Raum. Man begann, wichtige Nachschlagewerke und K√ľnstlermonographien zu erwerben. 1889 wurde von dem Richter-Forscher Johann-Friedrich Hoff die Ludwig-Richter-Sammlung erworben. So liegt mit 134 B√§nden der Bibliothek eine nahezu vollst√§ndige Sammlung aller von Ludwig Richter illustrierten B√ľcher vor. Zudem wurden kunstwissenschaftliche Zeitschriften gehalten. Zu den historischen Best√§nden geh√∂ren 165 Periodika, 9 davon aus dem 18. Jahrhundert. Dazu kamen Schenkungen und Nachl√§sse.

1895 wurden der Bibliothek 410 Ausstellungskataloge von Cipriano Francisco Gaedechens, einem Hamburger Privatgelehrten und Zeitgenossen Harzens, gestiftet. Die Zugänge der Bibliothek insgesamt lagen anfangs bei 200 bis 300 Bänden pro Jahr und steigerten sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf 800 bis 900 Bände.

 

Die Bibliothek im 20. Jahrhundert

Der Studiensaal von Kupferstichkabinett und Bibliothek befindet sich seit 1922 im Neubau des alten Hauses der Hamburger Kunsthalle. Die Entw√ľrfe zur Inneneinrichtung des heute unter Denkmalschutz stehenden Studiensaals stammen von Fritz Schumacher. Bei der √úberf√ľhrung in den Neubau wurde die Bibliothek v√∂llig neu geordnet.

1925 kam der Bestand der Bibliothek des kunstgeschichtlichen Seminars und der größere Teil der Bibliothek August Kalkmanns, eines Altphilologen und Freundes Aby Warburgs, in die Kunsthalle. Die Bestände des kunstgeschichtlichen Seminars und der Kunsthalle blieben jedoch getrennt nebeneinander bestehen. Der Sammelschwerpunkt des Seminars lag auf dem Gebiet der Architektur.

In der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte der Bestandsaufbau zum gr√∂√üten Teil durch Stiftungen, staatliche Gelder waren auf ein Minimum gek√ľrzt. Im Zweiten Weltkrieg musste ein Teil der Best√§nde ausgelagert werden, aber schon im Herbst 1945 wurde die Bibliothek wieder im Geb√§ude der Kunsthalle aufgestellt. Ein Teil der Best√§nde war jedoch verlorengegangen oder zerst√∂rt worden.

1968 bezog die Bibliothek des kunstgeschichtlichen Seminars dann eigene R√§ume in der Moorweidenstra√üe. Seit 1999 ist sie im Westfl√ľgel des Hauptgeb√§udes der Universit√§t untergebracht. Inzwischen hat die Bibliothek einen Bestand von ca. 160.000 Publikationen.