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Giovanni Lorenzo Bernini
Kardinal Alessandro Peretti Montalto, 1622/23
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Giovanni Lorenzo Bernini

Kardinal Alessandro Peretti Montalto, 1622/23

Giovanni Lorenzo Bernini

Kardinal Alessandro Peretti Montalto, 1622/23
Kurz vor seinem Tod ließ sich Alessandro Montalto, Kardinalnepot Papst Sixtus’ V. und ein bedeutender MĂ€zen, von dem 25-jĂ€hrigen Bernini portrĂ€tieren, dessen kometenhafter Aufstieg zum wichtigsten Bildhauer im barocken Rom gerade begonnen hatte. Mittels der Torsion des Oberkörpers, leichter Bewegung im Faltenwurf der Mozzetta sowie des konzentrierten Gesichtsausdrucks gelingt Bernini die Verlebendigung der MarmorbĂŒste – ein Ziel, das seit Pygmalion als ureigene Aufgabe der Bildhauerei betrachtet wird. Mit virtuoser Meißeltechnik hat der Bildhauer veristische Details wie Bartstoppeln und Pockennarben des Kardinals wiedergegeben – diese differenzierte OberflĂ€chenbehandlung des Marmors erzeugt durch die Lichtbrechungen zusĂ€tzlich Lebendigkeit. In der Forschung wurde vermutet, dass es sich um eine GrabbĂŒste handeln könnte, belegt ist jedoch nur eine Aufstellung des Werks in der Villa Montalto in Rom. Die 1910 mit der Sammlung Schröder aus London in den Besitz der Kunsthalle gelangte BĂŒste wurde erst 1983 als frĂŒhes Meisterwerk Berninis erkannt. Neela Struck