Historisches Archiv

Das Historische Archiv Hamburger Kunsthalle befindet sich in den RÀumen der Hamburger Kunsthalle und nutzt den Studiensaal des Kupferstichkabinetts als Lesesaal. Es versteht sich als wissenschaftliche Dienstleistungseinrichtung, als Ort der Forschung und als GedÀchtnis der Hamburger Kunsthalle. Eng verbunden ist es somit mit den Sammlungen und der Verwaltung des Museums. 

BestÀnde

Das Historische Archiv Hamburger Kunsthalle umfasst ca. 200 Meter Aktenmaterial (Schriftverkehr, PlĂ€ne, Fotografien, NachlĂ€sse etc.). Es dokumentiert die Geschicke der Hamburger Kunsthalle und die AktivitĂ€ten der im und fĂŒr das Museum tĂ€tigen Personen. Die seit dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts erhaltenen Korrespondenzen und Materialien belegen die AnfĂ€nge und die Entwicklung der StĂ€dtischen GemĂ€lde-Galerie und der schließlich 1869 eröffneten Hamburger Kunsthalle bis in die Gegenwart.

Die Systematik des Historischen Archivs

Die erste Systematik des Historischen Archivs wurde vermutlich um 1869/70 eingefĂŒhrt. Sie umfasste mindestens zwölf Klassen (1 Rechnungswesen, 2 Beamte und Angestellte, 3 Commission fĂŒr die Verwaltung der Kunsthalle, 4 Bau und Mobiliar, 5 unbekannt, 6 Geschenke, Leihgaben und VermĂ€chtnisse von Kunstwerken sowie Erwerbungen aus Stiftungsgeldern, 7 unbekannt, 8 Ausstellungen in der Kunsthalle, 10 Verschiedenes a–c, 10 Verschiedenes d–f, 10 Verschiedenes g–h, 11 MĂŒnzkabinett, 12 unbekannt. Bis Ende 1920 wurde der Schriftverkehr nach dieser Systematik abgelegt. In Teilen ist sie heute noch erkennbar.

1920 wurde eine neue Tektonik mit sprechenden Signaturen eingefĂŒhrt: A = Allgemeine Verwaltung, B = Beamte, Angestellte und Arbeiter, F = Finanzangelegenheiten, G = GebĂ€ude und Hausrat, Klar = Die KĂŒnstler, L = Die Leihgaben, Slg = Die Sammlungen und die SammlungsgegenstĂ€nde, U = Unterricht, besondere Aufgaben und Unternehmungen, V = Vereine und andere Kooperationen und ihre Beziehungen zur Kunsthalle. Von dieser Systematik ist ein sehr umfassender Aktenbestand erhalten. 

Ein neues Aktenverzeichnis wurde in den 1970er Jahren im Zuge einer umfassenden Verwaltungsreform umgesetzt. Ein Dezimalsystem mit Hauptgruppe, Gruppe und Untergruppe fand Anwendung (zum Beispiel 3 Kultur, 32 Kunstpflege, 32-2 Hamburger Kunsthalle).

Die beiden letzteren Systematiken wurden zum Teil parallel weitergefĂŒhrt. Es kam folglich zu keinem klaren Aktenschnitt.

Mit der ÜberfĂŒhrung der Hamburger Kunsthalle in eine Stiftung öffentlichen Rechts wurde 1999 letzteres Aktensystem nur noch teilweise berĂŒcksichtigt.

FrĂŒhe und weitere BestĂ€nde, die die Belange der Hamburger Kunsthalle betreffen, wurden teilweise an das Staatsarchiv Hamburg abgegeben oder können sich auch in den BestĂ€nden des Hamburger Kunstvereins befinden, die teils im Staatsarchiv Hamburg, teils im Kunstverein lagern.

Benutzung

Die Benutzung des Archivgutes des Historischen Archivs erfolgt in Anlehnung an das Hamburger Archivgesetz und auf der Grundlage der Benutzungsordnung des Historischen Archivs. Schutzfristen und weitere urheberrechtliche Rechte sind zu beachten.

Eine Einsichtnahme in die BestĂ€nde ist nur nach vorheriger schriftlicher Anfrage, PrĂŒfung und Terminvereinbarung möglich. Bitte richten Sie Ihre Anfragen an archiv@hamburger-kunsthalle.de und geben Sie Ihre postalische Anschrift und Ihr genaues Anliegen an. Formulieren Sie bitte auch Ihr Forschungsanliegen. Wir bitten um eine frĂŒhzeitige Anfrage und TerminklĂ€rung. Es stehen nur wenige LeseplĂ€tze zur VerfĂŒgung.

Bei Fragen zum Historischen Archiv wenden Sie sich an Dr. Ute Haug, Leiterin des Historischen Archivs.
haug@hamburger-kunsthalle.de

Zitierweise

Das Historische Archiv Hamburger Kunsthalle ist abgekĂŒrzt mit HAHK anzugeben.

Aktuelles / Ausstellungen

Dokumente des Historischen Archivs werden hĂ€ufig angefragt, in wissenschaftlichen Publikationen zitiert und in Ausstellungen gezeigt. So waren die BestĂ€nde des Historischen Archivs zum Beispiel eine wichtige Grundlage fĂŒr die Erstellung und Einrichtung der Ausstellung Nolde in Hamburg, Hamburger Kunsthalle, 18.09.2015–10.02.2016. FĂŒr diese Ausstellung wurde der Bestand der Kunstwerke von Emil Nolde in der Hamburger Kunsthalle ĂŒberprĂŒft und so weit als möglich erforscht. Der aktuelle Forschungsstand wurde im Katalog zur Ausstellung im Kapitel »Der Bestand an Werken von Emil Nolde in der Hamburger Kunsthalle« (von Ute Haug und David Klemm, unter Mitarbeit von Sophia Colditz, Dorothee Glawe und Daniel Becker) veröffentlicht. Ebenso wurde fĂŒr die Werke verfahren, die sich ehemals in der Kunsthalle befanden: »Der ehemalige Bestand an Werken von Emil Nolde in der Hamburger Kunsthalle« (von Ute Haug und Dorothee Glawe).

Alfred Flechtheim.com. KunsthĂ€ndler der Avantgarde. Eine WerkprĂ€sentation in 15 Museen und eine Dokumentation im Internet, 13. Okt. 2013 – 19. Jan. 2014, Saal der Meisterzeichnung

Ermöglicht durch

Das Historische Archiv wird unterstĂŒtzt von Georg Wilhelm Claussen Eitner Haus, Blankenburg'sche Hamburg-Stiftung