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Stefano della Bella
Spielende Kinder,
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Stefano della Bella

Spielende Kinder,

Stefano della Bella

Spielende Kinder

Die Komposition stimmt weitgehend mit der rechten Darstellung einer Serie von drei Szenen mit spielenden Kindern im Louvre ĂŒberein.(Anm. 1) WĂ€hrend diese Zeichnung in brauner Feder skizziert und hellbeige laviert ist, hat della Bella auf dem Hamburger Blatt lediglich schwarze Feder zur Anlage der Kontur verwendet. Insgesamt wirkt die Zeichnung in Hamburg in der technischen AusfĂŒhrung etwas reduzierter.
Denkbar ist, dass all diese Studien als Vorbereitung fĂŒr eine Serie mit Kinderdarstellungen gedient haben. Eine graphische Umsetzung ist jedoch nicht nachweisbar.
Wie zahlreiche Graphiken anderer KĂŒnstler belegen, erfreuten sich Szenen mit spielenden Kindern beim Publikum im 17. Jahrhundert grĂ¶ĂŸerer Beliebtheit. Beispielhaft sei etwa Giacinto
Gimignanis „SCHERZI E GIVCHI DIVERSI DE PVTTI“ erwĂ€hnt.(Anm. 2) Dort finden sich mehrere Darstellungen von miteinander spielenden Putti, wobei Gimignani besonderen Wert auf unterschiedliche Körperhaltungen gelegt zu haben scheint. GrĂ¶ĂŸere Ähnlichkeit zur Hamburger Gruppe zeigt eine Radierung, auf der ebenfalls ein Kind mit dem Kopf nach unten gehalten wird, wĂ€hrend andere am Boden knien.(Anm. 3)
Françoise Viatte fĂŒhrt als allgemeinen Vergleich eine im Stil Callots gehaltene sechzehnteilige Folge von Kinderdarstellungen an.(Anm. 4)

David Klemm

1 Paris, Musée du Louvre, Département des Arts Graphiques, Inv. 446; vgl. Viatte 1974, S. 35, Nr. 9.
2 The Illustrated Bartsch 45 (20), 8 (202)–19 (204).
3 The Illustrated Bartsch 45 (20), 14 (203).
4 Dessins de Stefano della Bella 1610-1664. MusĂ©e du Louvre, Cabinet des dessins. Inventaire gĂ©nĂ©ral des dessins italiens. Bd. 2., bearb. v. Françoise Viatte, Paris 1974, S. 35; vgl. auch Jacques Callot und sein Kreis. Werke aus dem Besitz der Albertina und Leihgaben aus den Uffizien, Die Kunst der Graphik, Bd. 5, Wien, Albertina, Grafische Sammlung, Wien 1968, Nr. 536–538, Abb. 34.

Details zu diesem Werk

Provenienz

Erworben 1967 aus Privatbesitz

Bibliographie

David Klemm: Italienische Zeichnungen 1450-1800. Stefano della Bella. Katalog und Tafeln. Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle, hrsg. von Hubertus Gaßner und Andreas Stolzenburg, Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Kupferstichkabinett, Bd. 2, Böhlau Verlag Köln u. a. 2009, S.54, Nr.202, Abb.Farbtafel S. 153

Jahrbuch der Hamburger Kunstsammlungen, hrsg. von Hamburger Kunsthalle und dem Museum fĂŒr Kunst und Gewerbe Hamburg, Bd. 13, Dr. Ernst Hauswedell & Co Verlag Hamburg 1968, S.174-175