☰
Georg Andreas Wolfgang, Kupferstecher Matthias Scheits, Zeichner Stern'sche Druckerei, LĂŒneburg, Drucker
Daniel in der Löwengrube (Dan. 6.), 1672
ZurĂŒck Bildinfos ➕ ➖ ➕ 🗖 ❭

Georg Andreas Wolfgang, Kupferstecher Matthias Scheits, Zeichner Stern'sche Druckerei, LĂŒneburg, Drucker

Daniel in der Löwengrube (Dan. 6.), 1672

Georg Andreas Wolfgang, Kupferstecher Matthias Scheits, Zeichner Stern'sche Druckerei, LĂŒneburg, Drucker

Daniel in der Löwengrube (Dan. 6.), 1672
Aus: "Biblia, Das ist: Die gantze H. Schrifft Alten und Newen Testaments/ Deutsch/ D. Martin Luthers/ [...]", LĂŒneburg, 1672, II, S. 91

Ein kĂŒnstlerisches Hauptwerk von Matthias Scheits waren die Illustrationen zu einer Bilderbibel, die 1672 im Verlag von Johann und Heinrich Stern in LĂŒneburg erschien - sie ist allgemein bekannt unter dem Namen Sternsche Bibel.(vgl. den Kommentar von Peter Prange bei Inv.-Nr. 23722). Mit ihren 153 Kupferstichen, an deren AusfĂŒhrung vierzehn verschiedene Stecher in Augsburg, NĂŒrnberg und Amsterdam beteiligt waren, avancierte die Sternsche Bibel zu einer der populĂ€rsten Bilderbibeln des 17. und 18. Jahrhunderts. Ihr Erfolg wurde erst im 19. Jahrhundert durch die Bilderbibel des Schnorr von Carolsfeld ĂŒbertroffen (vgl. Inv.-Nrn. 69749-69986).
Von den 14 beteiligten Graphikern war Melchior KĂŒsel (1674/77-1738) der wichtigste Stecher fĂŒr die Darstellungen des Alten Testaments, im Neuen Testament ist er dagegen - wie auch sein Bruder Matthias KĂŒsel (1629-1681) und Philipp Kilian (1628-1693) nicht mehr vertreten. Diese Szenen stammen vornehmlich von Johann Georg Waldreich (?-um 1680) und Jan de Visscher (1633/36-nach 1692). Die Graphiker hielten sich insgesamt sehr genau an die Vorlagen, wobei die Wiedergabe - ohne erkennbares System - gleichseitig und im Gegensinn erfolgte.
Zu den Vorzeichnungen vgl. allgemein die ErlÀuterungen von Peter Prange bei Inv.-Nr. 23722.

Peter Prange / David Klemm

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Unterhalb der Darstellung unten links bezeichnet: "[Ecke fehlt: M. Scheitz] d:"; unten rechts signiert und bezeichnet: "Georg. And. Wolfgang. s"

Provenienz

Alter Bestand (mit großer Wahrscheinlichkeit vor 1915 erworben)