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Candida Höfer
Bank Oldenburg I, 1998
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Candida Höfer

Bank Oldenburg I, 1998

Candida Höfer

Bank Oldenburg I, 1998
Candida Höfers Fotografien zeichnen sich durch die Wiedergabe meist menschenleerer Orte aus. Doch selbst wenn aufwĂ€ndige Einrichtungen innerhalb eines Raums fehlen, wie in Bank Oldenburg I, lĂ€sst sich deren Funktion schnell erfassen. Gezeigt ist ein Tresorraum, der allein durch kĂŒnstliches Licht beleuchtet wird und dem ein halböffentlicher Charakter zu eigen ist. Höfer verzichtet auf die Wiedergabe menschlicher Handlungen, bezieht allerdings Spuren vorangegangener AktivitĂ€ten ein, etwa durch das am rechten Bildrand auszumachende Stuhlbein und die Trittmuster auf dem Teppichboden. Als könne dieser Ort gleich von neuem belebt werden, erlaubt uns Höfer in einem Moment des Stillstands, der Funktion des Raums und seinen visuellen Metaphern ungestört nachzugehen. Der klar strukturierte Bildaufbau und die Einförmigkeit der Tresorreihen erzĂ€hlen von standardisierten, geschĂ€ftsmĂ€ĂŸigen Handlungen, wĂ€hrend der abweisende Charakter des polierten Metalls Diskretion verspricht und vom Schutz der in den FĂ€chern aufbewahrten GĂŒter kĂŒndet. Jonas Beyer

Details zu diesem Werk

Beschriftung

umseitig sig.