Sonderveranstaltung / Trauern

Entfällt: Vortrag von Dr. Regula Tschumi: »Trauer, Erinnerung und Transformation in Ghana«

Einen eventuellen Ersatztermin geben wir zeitnah bekannt.

Zum Werk der ghanaischen Künstler Ataa Oko und Kudjoe Affutu. Vortrag und Book Launch von Dr. Regula Tschumi (Ethnologin, Bern)

Den Beerdigungen schenkt man in Ghana größte Aufmerksamkeit. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass man davon ausgeht, dass sich die Verstorbenen zu Ahnen transformieren und dass sie so auf das Leben der Hinterbliebenen Einfluss nehmen können. Für die Familien ist es deshalb sehr wichtig, einen zukünftigen Ahnen schon bei der Bestattung mit einem großen Fest bei guter Laune zu halten. Der Sarg spielt dabei, zumindest im christlichen Süden, eine zentrale Rolle.

Weil der Sarg als Statussymbol eine so große Bedeutung hat, begannen in den 1960er Jahren die Sargschreiner Ataa Oko (1919-2012) und Kane Kwei (1928-1992) neben gewöhnlichen Kastensärgen auch figürliche Särge herzustellen. Diese sollten in ihrem Aussehen auf das Leben, den Beruf oder den Status der verstorbenen Person hinweisen. Das Verwenden von figürlichen Särgen kam in den folgenden Jahren immer mehr in Mode und gehört heute zu einem festen Bestandteil der ghanaischen Bestattungskultur. Es gibt nun eine ganze Reihe Werkstätten, wo figürliche Särge hergestellt werden, und die Namen Paa Joe (1947) und jene seiner Nachfolger Kudjoe Affutu (1985) oder Eric Kpakpo (1979) sind längst auch außerhalb Ghanas in westlichen Kunstkreisen bekannt.

In ihrem Vortrag wird Regula Tschumi zunächst auf die Beerdigungsrituale der Ga eingehen und zeigen, wie die figürlichen Särge in den Beerdigungen verwendet werden. Dann wird sie sich mit den Särgen und Zeichnungen von Ataa Oko, einem Pionier der ghanaischen Sargkunst, befassen. Anhand von seinen heute altmodisch wirkenden Särgen wird sie im Vergleich mit den Arbeiten des jungen Künstlers Kudjoe Affutu zeigen, wie sich die ghanaische Sargkunst seit den 1960er Jahren verändert hat, und wie Oko und Affutu ihr Kunsthandwerk in Form von Zeichnungen oder Skulpturen schliesslich zu eigenständigen Kunstwerken transformiert haben. Aber nach wie vor ist der Tod und die Erinnerung an die Verstorbenen die wichtigste Inspirationsquelle, die dem schöpferischen Werk der beiden Künstler zugrunde liegt.

Teilnahme: im Eintritt enthalten
Ort: Lichthof der Galerie der Gegenwart

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Ataa Oko (*um 1919–2012) Ohne Titel, 2004–2007 80 Zeichnungen, Bunt- und Bleistift auf Papier, Courtesy Regula Tschumi
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