Publikation: Die Kunst des Wartens

Niemand wartet gern. Doch wer entscheidet, ob und wie wir warten? Angespannt oder resigniert, geduldig oder zuversichtlich? SchĂ€tzen wir Dinge mehr, auf die wir lange gewartet haben? Die Bilder und Texte dieses Buches vermitteln eine FĂŒlle von Ideen und Einblicken.

Wir alle warten, immer wieder – an der Grenze, auf dem Amt, im Krankenhaus, in der Leitung, auf Weihnachten, auf den Schlaf, auf das erlösende 1:0. Warten ist Teil unseres Lebens und oft mit Hoffnung verbunden. Dabei wird das Warten nicht selten als leere oder gestohlene Zeit erlebt, als langweilig, ja quĂ€lend. An der Dauer und der Art des Wartens lĂ€sst sich der Status eines Menschen ablesen: KĂŒrzere Wartezeiten kann man heute hĂ€ufig mit Geld erkaufen, wohingegen GeflĂŒchtete manchmal jahrelang auf eine Entscheidung ĂŒber ihren Asylantrag warten mĂŒssen, ohne sie beschleunigen zu können.

Brigitte Kölle und Claudia Peppel erkunden verschiedene Arten des Wartens in den Werken und Positionen vor allem zeitgenössischer Film- und FotokĂŒnstler und verbinden sie mit literarischen oder essayistischen Texten ĂŒber das Warten. Die Bilder und Texte verdichten sich zu einer verblĂŒffenden Analyse unserer Gegenwart. So wird aus der ungenutzten oder verlorenen Zeit des Wartens eine geschenkte Zeit, die ungeahnte Möglichkeiten eröffnen kann – und einen Freiraum fĂŒr Reflexion, KreativitĂ€t und Entschleunigung.

Mit Werken von David Claerbout, Andrea Diefenbach, Omer Fast, Andreas Gursky, Candida Höfer, Ursula Schulz-Dornburg, Philip Scheffner, Tobias Zielony und vielen anderen.

168 Seiten. Mit vielen Abbildungen. Großformat. Klappenbroschur