Jan Köchermann (*1967)

SchĂ€chte, Tunnel, UnterfĂŒhrungen – im Zentrum der kĂŒnstlerischen Arbeit Jan Köchermanns (*1967) stehen urbane Un-Orte und ungewohnte Perspektiven. Seit 1996 beschĂ€ftigt sich der Hamburger KĂŒnstler kontinuierlich mit dem Schacht als skulpturalem Element. Die Arbeit »Pierced Building« ist inspiriert von dem Bridge-Piercing, welches am oberen Ende des Nasenbeins zwischen den Augen sitzt und ein irritierender und auffĂ€lliger Eingriff in die Gesichtsarchitektur bildet. »Pierced Building« war ursprĂŒnglich fĂŒr das Flatiron Building in New York City geplant, da die spitzzulaufende BĂŒgeleisen-Architektur an die Form des NasenrĂŒckens erinnert. Die Arbeit ist als skulpturale und irritierende Intervention im stĂ€dtischen Raum gedacht. Die Planungen, Zusagen und Genehmigungen waren so gut wie abgeschlossen, als das Ereignis 9/11 alle Bestrebungen, ein Haus zu piercen, unmöglich machten. »Pierced Building« ist ein ikonisches Werk Köchermanns und seiner BeschĂ€ftigung mit dem Schacht als Mittel der DurchlĂ€ssigkeit, der Perforation, des Un-Orts.