Hamburger Kunsthalle: Alexander Otto ermöglicht umfangreiche Modernisierung

Presseinformation

Dank 15-Millionen-Spende wird die Kunsthalle noch attraktiver – Stadt will parallel das Depot im Altbau sanieren

Durch eine großzĂŒgige UnterstĂŒtzung des Hamburger Unternehmers und MĂ€zens Alexander Otto soll die Hamburger Kunsthalle umfangreich modernisiert und optimiert werden. Ziel ist es, die Hamburger Kunsthalle fĂŒr die Besucher noch attraktiver zu machen und die Strahlkraft der international bedeutenden Sammlungen zu erhöhen. Parallel soll mit Mitteln der Stadt auch das Depot der Kunsthalle saniert werden. Der Beginn des umfassenden Projektes ist fĂŒr Herbst 2014, die Fertigstellung fĂŒr Ende 2015 geplant. Die Hamburger Kunsthalle bleibt wĂ€hrend der Modernisierung geöffnet, einige GebĂ€udebereiche werden temporĂ€r geschlossen.

Alexander Otto wird persönlich und ĂŒber die von ihm und seiner Frau gegrĂŒndete »Dorit und Alexander Otto-Stiftung« insgesamt 15 Millionen Euro an Planungs- und Bauleistungen als Sachspende fĂŒr das Projekt bereitstellen.

Im Einzelnen sehen die PlĂ€ne vor, mit dem historischen Haupteingang einen zentralen und attraktiven Eingangsbereich zu schaffen. Damit verbunden ist die Wiederbelebung des reprĂ€sentativen Foyers und Treppenhauses des GrĂŒndungsbaus. Dadurch wird fĂŒr die Besucher der bisherige Rundgang durch die Sammlung verbessert. Zudem sollen die SammlungsrĂ€ume der Alten Meister und des 19. Jahrhunderts modernisiert werden.

Des Weiteren sollen ein zentraler Saal fĂŒr VortrĂ€ge und Eröffnungen sowie moderne RĂ€umlichkeiten fĂŒr die Wissenschaftler, die Restaurierung und die Verwaltung geschaffen, sowie die rĂ€umliche Situation des Bereichs Bildung und Vermittlung verbessert werden. Planung und Bauleitung liegen bei Alexander Ottos Firma ECE, die garantiert, dass die vereinbarten Budgets nicht ĂŒberschritten werden.

Im Rahmen der umfassenden Modernisierung sollen außerdem die DepotflĂ€chen im Altbau der Hamburger Kunsthalle saniert werden. FĂŒr die Depotsanierung wird der Senat aus Mitteln der Senatskanzlei zusĂ€tzlich vier Millionen Euro bei der Hamburgischen BĂŒrgerschaft beantragen. Die Außenanlagen des Museums sollen zudem, teilweise durch Maßnahmen der Behörde fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Innovation, aufgewertet und barrierefrei umgebaut werden.

Hamburgs Erster BĂŒrgermeister Olaf Scholz: »Alexander Otto engagiert sich in bemerkenswerter Weise fĂŒr Hamburg, er legt ein Bekenntnis zu seiner Stadt ab. Die Hamburger Kunsthalle ist Nutznießer dieses Bekenntnisses. FĂŒr die Stadt bleibt die Instandhaltung dieser wichtigen Hamburger Kulturinstitution ein Kraftakt – der ihr jetzt aber erheblich leichter fĂ€llt. DafĂŒr ist Alexander Otto zu danken.«

Alexander Otto: »Ich bin seit vielen Jahren ein großer Freund der Hamburger Kunsthalle. Bei den Ausstellungen, die wir hier in den vergangenen Jahren unterstĂŒtzen konnten, habe ich aber auch festgestellt, dass die Kunsthalle und ihre KunstschĂ€tze nicht so im Bewusstsein der Hamburger sind, wie sie es verdient hĂ€tten. Die vielen An- und Umbauten in den letzten hundert Jahren haben es dem Besucher nicht einfacher gemacht, sich zurechtzufinden. Ich freue mich sehr, dass wir jetzt gemeinsam mit der Stadt der Kunsthalle wieder zu einem Rahmen verhelfen können, der dem Niveau der Stadt und den hier versammelten Kunstwerken entspricht.«

Dorit Otto: »Die Kunsthalle zeigt Tag fĂŒr Tag, dass Kunst junge Menschen nicht nur bilden, sondern auch begeistern kann. Daher ist es wichtig, dass der Umbau auch die tĂ€gliche Bildungsarbeit der Kunsthalle mit 60.000 Kindern im Jahr deutlich erleichtern wird.«

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: »Hamburgs Kulturleben wurde schon immer von den hanseatischen Kaufleuten maßgeblich mit getragen. Alexander Otto setzt diese Tradition beispielhaft fort. Gemeinsam mit starken Partnern schaffen wir es, das kulturelle Erbe unserer Stadt dauerhaft zu sichern und die Kunst und Kultur in Hamburg weiter zu stĂ€rken. Wir werden im Gegenzug bei der BĂŒrgerschaft Mittel fĂŒr die Sanierung des Depots beantragen, um parallel zu den Umbauten auch die LagerflĂ€chen im Altbau der Kunsthalle auf den neuesten Stand zu bringen.«

Prof. Dr. Hubertus Gaßner, Direktor der Hamburger Kunsthalle: »Ein lang gehegter Wunsch wird endlich wahr und dies Dank Alexander Otto, der als bedeutender MĂ€zen die Kunsthalle immer wieder gefördert hat. Als regelmĂ€ĂŸiger Besucher kennt er unsere WĂŒnsche fĂŒr eine Verbesserung der GebĂ€ude im Innen- und Außenbereich. Mit der neuen Ordnung der RĂ€ume und der Sammlung haben wir nun die einmalige Chance, die Kunsthalle als einen klar gegliederten Organismus zu gestalten und dem Besucher noch mehr als bisher ein vielfĂ€ltiges aber zusammenhĂ€ngendes Bild unserer SchĂ€tze zu vermitteln. Mit der Depotsanierung geht ein jahrzehntelanger Wunsch der Hamburger Kunsthalle endlich in ErfĂŒllung.«

Dr. Stefan Brandt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Hamburger Kunsthalle: »Dank der beeindruckenden UnterstĂŒtzung besteht die historische Chance, die Kunsthalle zu einem großen Ganzen zusammenwachsen zu lassen. Die damit verbundene Optimierung der BetriebsablĂ€ufe hilft uns, die Besucherorientierung deutlich zu verbessern. Jetzt sind die Voraussetzungen dafĂŒr geschaffen, dass die Hamburger Kunsthalle ihre Rolle als eines der fĂŒhrenden europĂ€ischen Kunstmuseen weiter ausbauen kann.«

Derzeit planen im Auftrag von Alexander Otto Architekten und Bauingenieure der ECE zusammen mit Experten der Kunsthalle, externen Spezialisten und den beteiligten Behörden die Details des geplanten Umbaus. Details zu den Baumaßnahmen und zur zeitlichen Planung stehen voraussichtlich Ende des Jahres 2013 fest.

 

Zum Hintergrund

Die Hamburger Kunsthalle gehört zu den bedeutendsten und grĂ¶ĂŸten Kunstmuseen Deutschlands. Sie ist eines der wenigen Museen, in dem Besucher Kunst vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart erleben können. Neben den Sammlungen erlangt die Hamburger Kunsthalle international Aufmerksamkeit mit hochkarĂ€tigen Sonderausstellungen, die jĂ€hrlich tausende Besucher in die Hansestadt locken. In zentraler Lage zwischen dem Hauptbahnhof und der Alster setzt die Hamburger Kunsthalle seit fast 150 Jahren architektonische Akzente: Der ornamentgeschmĂŒckte GrĂŒndungsbau wurde 1869 nach EntwĂŒrfen von Georg Theodor Schirrmacher und Hermann von der Hude eröffnet. Das Treppenhaus im Zentrum des GrĂŒndungsbaus gilt als einer der wenigen erhaltenen RaumentwĂŒrfe aus der GrĂŒnderzeit der Stadt. Der Erweiterungsbau von Albert Erbe und Fritz Schumacher im neoklassizistischen Stil aus hellem Muschelkalkstein wurde 1919 mit einem neuen Eingang, der seither als Haupteingang der Hamburger Kunsthalle dient, eingeweiht. 1997 eröffnete die Galerie der Gegenwart nach PlĂ€nen des Architekten Oswald Mathias Ungers.

Dorit Otto, die auch im Advisory Board der Kunsthalle sitzt, und Alexander Otto haben sich seit vielen Jahren als Förderer der Hamburger Kunsthalle verdient gemacht. Die Modernisierung ist bislang ihr grĂ¶ĂŸtes Förderprojekt in der Hansestadt. Ihre »Dorit und Alexander Otto-Stiftung« förderte zuletzt u.a. die Sanierung von St. Katharinen und die TCMAmbulanz im Mammazentrum des Krankenhaus Jerusalem.

Zusammen mit den von Alexander Otto initiierten Stiftungen »Stiftung Lebendige Stadt«, und „Alexander Otto Sportstiftung« sowie seinem Unternehmen ECE hat der gebĂŒrtige Hamburger zudem u.a. bereits die Illumination der Speicherstadt, den Umbau des Jungfernstiegs, den Bau der Volksbank-Arena, den Umbau des Haus des Sports und die Planung des HSVCampus im Volkspark unterstĂŒtzt. DarĂŒber hinaus fördern seine Stiftungen jĂ€hrlich viele kleinere und grĂ¶ĂŸere Projekte in Hamburg. 2011 wurde er hierfĂŒr mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Die ECE unterstĂŒtzte in der Vergangenheit bereits mehrfach Ausstellungen zur niederlĂ€ndischen Malerei der Kunsthalle: 2004 »VergnĂŒgliches Leben – Verborgene Lust«, 2005 »Pieter de Hooch – Der Liebesbote«, 2008 »Spiegel geheimer WĂŒnsche«, 2010 »Segeln, was das Zeug hĂ€lt« und 2011 „Bruegel, Rembrandt & Co«