Vorschau

Lili Fischer

┬╗Alles beginnt mit ZeichnenÔÇŽ┬ź
Lili Fischer (*1947): Seltene Handschriften, aus: Milchm├Ądchen-Rechnung, um 1992, Federzeichnung ├╝ber Ausgaben-Eintragungen aus Firmen-Haushaltsbuch, 500 ├Ś 715 mm, Hamburger Kunsthalle ┬ę VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Presseinformation

Im Herbst 2018 wird die Hamburger Kunsthalle dem zeichnerischen Werk der K├╝nstlerin Lili Fischer (*1947) eine Ausstellung widmen. Pr├Ąsentiert werden rund 70 Zeichnungen und Drehb├╝cher bedeutender Werkreihen wie Milchm├Ądchenrechnung und Waschlappendemo, die den bisherigen Sammlungsbestand des Museums zu Lili Fischer nach einer gro├čz├╝gigen Schenkung erg├Ąnzen.

Die Wahl des Titels Lili Fischer. ┬╗Alles beginnt mit ZeichnenÔÇŽ┬ź kann als Essenz des k├╝nstlerischen Schaffensprozesses Fischers gelten: Die umfangreichen und ├╝ber lange Zeitr├Ąume entwickelten Werkreihen finden ihren Anfang immer im zeichnerischen Prozess. Methodisch orientiert an kulturhistorischer Feldforschungspraxis, werden Wolkenformationen, Gegenst├Ąnde, Menschen oder Insek-ten detailgenauen Beobachtungen unterzogen und dabei ganz Allt├Ągliches auf dem Papier durchdacht. Die K├╝nstlerin verfolgt dabei konkrete Fragestellungen, die in suchenden k├╝nstlerischen Bewegungen ÔÇô hier konkret Zeichenbewegungen ÔÇô ausgelotet werden. Die von dynamisch flie├čenden Linien getragenen, h├Ąufig in Schrift ├╝bergehenden Zeichnungen Lili Fischers bewegen sich dabei zwischen Po-esie und wissenschaftlicher Konkretheit und finden ihre realweltliche Entsprechung in der ├ťbersetzung dieser k├╝nstlerischen Forschungen in das Medium Performance. Die Zeichnung Fischers ├╝berwindet somit nicht nur thematische, sondern auch mediale Grenzen.

Begleitend zur Ausstellung ist eine von der K├╝nstlerin gestaltete Publikation geplant, welche die umfangreichen Werkstr├Ąnge ihres produktiven Schaffens zusammenf├╝hrt.