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Sonderveranstaltung
06.06.2026

Restitution: A Dialogue on Ethics and Artistic Practice

A conversation between Prof. Dr. Bénédicte Savoy and the artist Akram Zaatari
11:00 Uhr, 90 Minuten

„Restitution: A Dialogue on Ethics and Artistic Practice“ untersucht die sich wandelnden Verantwortlichkeiten im Kulturbereich. Über rechtliche Aspekte hinaus beleuchtet dieses Gespräch, wie Archäologie, Museen und die Künste neu definieren können, was es bedeutet, etwas zurückzugeben, wiedergutzumachen und sich zu erinnern. Wie sieht Restitution heute aus und was beinhaltet sie? Warum ist eine ethische Haltung von entscheidender Bedeutung? Und was entsteht, wenn künstlerische Praxis komplexe Geschichten in ästhetische, diskursive Formen umwandelt?

Bénédicte Savoy ist eine führende Kunsthistorikerin. Als Professorin für moderne Kunstgeschichte an der Technischen Universität Berlin befasst sich ihre Forschung mit der transnationalen Verbreitung von Kunst, der Museumsgeschichte und der Ethik des Erwerbs. Sie ist Mitautorin des wegweisenden Sarr-Savoy-Berichts (2018), der einen transformativen Rahmen für die Rückgabe afrikanischer Kulturgüter bietet. Ihre Arbeit untersucht kritisch, wie künstlerische Praktiken und institutionelle Archive mit kolonialen Geschichten umgehen, um Restitution und Wiedergutmachung zu fördern. Trägerin des Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preises.

Akram Zaatari ist ein libanesischer Künstler und Filmemacher, dessen Arbeit sich mit Geschichte und der Erforschung von Erzählungen auseinandersetzt. Als Mitbegründer der Arab Image Foundation hat er seine Karriere der Erforschung fotografischer Praktiken im Nahen Osten gewidmet und erzählt Geschichten vergessener Menschen und lokaler Traditionen. In seinen Arbeiten wendet er archäologische Methoden auf die Moderne an und vertritt dabei oft radikale Positionen zum Thema Bewahrung. Indem er Archivmaterial in ästhetische Formen umwandelt, untersucht Zaatari, wie künstlerisches Schaffen zerbrochene historische Verbindungen wiederherstellen kann. Er vertrat den Libanon auf der 55. Biennale von Venedig.

Die Veranstaltung ist auf Englisch.
Teilnahme: kostenlos, im Eintritt enthalten. Keine Anmeldung nötig.
Treffpunkt: Veranstaltungsraum Galerie der Gegenwart