Performative Lesung
Der frühromantische, vielseitig begabte Maler Philipp Otto Runge wurde am 23. Juli 1777 in Wolgast geboren. Hier lernte er das Sehen. Im Alter von 18 Jahren kam er zu seinem älteren Bruder Johann Daniel nach Hamburg, um in seinem Handelsgeschäft eine Kaufmannslehre zu beginnen. Im intellektuellen Freundeskreis seines Bruders erhielt er entscheidende literarische und philosophische Anregungen und begegnete dem Denken der Frühromantik.
Ausgehend von der Romanbiografie Gerhard Dallmanns „… und bleib bewundernd sehen“ sowie ausgewählten Briefen nähern sich der Hamburger Schauspieler Benjamin-Lew Klon und die Cellistin Krischa Weber dem Leben und Werk Philipp Otto Runges. Im Mittelpunkt steht das Elternporträt, das sinnbildlich für Runges familiäre Verbundenheit und seine pommersche Herkunft steht. Zugleich ist es ein bedeutendes Zeugnis der Verbindung zwischen Hamburg und Wolgast.
Benjamin-Lew Klon stammt aus Düsseldorf und stand bereits als Kind am Schauspielhaus seiner Heimatstadt auf der Bühne. Er studierte Medienkulturanalyse, Theaterregie und Schauspiel. In Hamburg war er u. a. am Thalia Theater (2012–2026), am Ernst-Deutsch-Theater, Altonaer Theater und am Lichthof Theater zu erleben.
Die Cellistin Krischa Weber befasst sich mit den Möglichkeiten von Improvisation und entwickelt Musikkonzepte für unterschiedliche Formate und besondere Orte. Auftritte im In- und Ausland führten sie u. a. zum Cellofestival Ithaka, zum Goethe-Zentrum Hyderabad und Bengaluru (Indien) und zum Auswärtigen Amt in Rom.
Begrüßung: Dr. Markus Bertsch, Leiter der Sammlung 19. Jahrhundert und Kurator der Ausstellung «PHILIPP OTTO RUNGE. Romantisch. Radikal. Modern.»
Gespräch: Fabian Olbrich, Projektleiter Rungesommer 2027
Treffpunkt: Runge-Saal, Raum 17
Teilnahme: Im Museumsticket enthalten, keine Anmeldung erforderlich.
Hamburg 20095
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