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UNSTABLE MEDIA IN THE 21ST CENTURY

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Presseinformation

Highlights der Sammlung Neue Medien des Centre Pompidou

Kuratorinnen

Dr. Marcella Lista (Chefkuratorin der Sammlung Neue Medien des Centre Pompidou); Dr. Corinne Diserens (Sammlungsleiterin für Kunst der Gegenwart und Kuratorin, Hamburger Kunsthalle)

Assistenzkuratorin

Jana Pfort (Hamburger Kunsthalle); Sylvie Douala-Bell (Centre Pompidou)

Pressetermin

Mittwoch, 18. November 2026, um 11 Uhr

Eröffnung

Donnerstag, 19. November 2026, um 19 Uhr

Die Ausstellung UNSTABLE MEDIA IN THE 21ST CENTURY vereint einige der radikalsten Stimmen aus den letzten drei Jahrzehnten und präsentiert rund 40 wegweisende Werke aus der Sammlung Neue Medien des Centre Pompidou. Das ungewisse Schicksal neuer Technologien war schon immer eine Herausforderung in Bezug auf Kontinuität und Nachhaltigkeit – zwei für museale Sammlungen wesentliche Kriterien. Und doch haben diese Technologien unser sensorisches Gedächtnis geprägt und sich im Laufe der Zeit bei uns so fest verankert, dass sie zu einer Art zweiten Haut geworden sind. Trotz ihrer Flüchtigkeit wirken sie langfristig auf unsere Wahrnehmung, unsere Vorstellungskraft und auf die stetige Erneuerung des Wissens.

UNSTABLE MEDIA IN THE 21ST CENTURY lädt dazu ein, die jüngsten Entwicklungen in diesem Bereich des künstlerischen Schaffens anhand einer großen Vielfalt an Formen, Gesten und Situationen zu erkunden. Die Ausstellung bildet ab, wie Künstler*innen sich die Medien ihrer Zeit zu eigen machen und kontinuierlich neue Bild- und Tonnarrative erfinden, wobei sie zuweilen deren nichtlineare Verläufe durch Computerprogrammierung und die Verbreitung in Netzwerken hervorheben. In neun Kapiteln werden die wichtigsten Forschungsansätze adressiert, die diese Praktiken heute beeinflussen: die Darstellung von Zeit und die Erforschung digitaler Materialität, die Auflösung der Erzählung und die »Mise en abyme« der Archive, die Aufarbeitung von Kolonialgeschichte und das Kunstwerk als möglicher Ort der Artikulation, und letztlich das kritische Hinterfragen des Körpers als Bild und des Bildes als Körper.

Großformatige Installationen treten in Dialog mit Miniaturen, Bewegung spiegelt sich im Unbeweglichen wider, organisches und simuliertes Leben durchdringen sich gegenseitig und tauschen die Erscheinungsformen. Die Szenografie der Ausstellung schlägt einen frei zu gestaltenden Weg mit zahlreichen Windungen, Schleifen und wechselnden Perspektiven vor, gleich einer Geschichte, die es noch zu schreiben gilt.

Mehrere Generationen von Künstler*innen finden sich in diesem Resonanzraum wieder, angefangen bei ausgereiften Werken von Pionier*innen wie Sonia Andrade, Harun Farocki, Francis Alÿs, Christian Marclay, Penny Siopis oder Pierre Huyghe bis hin zu den manifestartigen Werken, die neuere künstlerische Ansätze veranschaulichen, wie jene von Fiona Tan, Jérôme Bel, Apichatpong Weerasethakul, Omer Fast, C.B. Evans, Lawrence Abu Hamdan, Saodat Ismailova, Wang Tuo, Laura Henno, Thao Nguyen Phan oder Sarah Meyohas.

Die Sammlung Neue Medien entstand Mitte der 1970er Jahre im Zuge der Eröffnung des Centre Pompidou und ist mit ihren mehr als 3.000 Werken eine der führenden Sammlungen in diesem Bereich. Das Centre Pompidou ist wegen umfassender Renovierungsarbeiten bis 2030 geschlossen. Die letzte große Wanderausstellung, »Vidéo, un art, une histoire« (Video – Kunst und Geschichte), war zwischen 2007 und 2011 in rund zehn Kunstinstitutionen in Frankreich und im Ausland zu sehen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog (Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln, 288 Seiten, in einer englischen Ausgabe). Er ist im Museumsshop zum Preis von 35 Euro sowie im Buchhandel (39,80 Euro) und über www.freunde-der-kunsthalle.de erhältlich.

Beteiligte Künstler*innen: Lawrence Abu Hamdan, Robert Alice, Francis Alÿs, Sonia Andrade, Éric Baudelaire, Jérôme Bel, Pauline Boudry & Renate Lorenz, Claude Closky, Brice Dellsperger, Melissa Dubbin & Aaron S. Davidson, C.B. Evans, Harun Farocki, Omer Fast, Simone Forti, Laura Henno, Holly Herndon & Mat Dryhurst, Pierre Huyghe, Saodat Ismailova, Eisa Jocson, Isaac Julien, Kao Chung-Li, Hassan Khan, Sonia Khurana, Lee Kit, Lu Yang, Christian Marclay, Sergey Maslov, Sarah Meyohas, Rhea Myers, Deimantas Narkevičius, Paul Pfeiffer, Thao Nguyen Phan, Penny Siopis, Hito Steyerl, Melati Suryodarmo, Mika Tajima, Fiona Tan, Wang Tuo, Apichatpong Weerasethakul, Elsa Werth

Eine gemeinsam organisierte Ausstellung der Hamburger Kunsthalle und des Centre Pompidou.

Presemitteilung

Größe: 180.02 KB Format: pdf

Gefördert von

Logo_Freunde der Kunsthalle
Logo_BKM Behörde Kultur und Medien deutsch
Logo der Dr. Hans Riegel-Stiftung mit stilisierten Figuren
Logo_Philipp Otto Runge Stiftung
Pressesprecherin & Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mira Forte
Harun FarockiParallel I-IV, 2012-2014 (still from Parallel IV), 2012-2014
Pauline Boudry (*1972) und Renate Lorenz (*1963), Salomania, 2009 (Still)
Pauline Boudry und Renate LorenzSalomania (Still), 2009
C.B. Evans (*1983, Cleveland, Vereinigte Staaten), Notations for an Adaptation of Gisele (welcome to whatever forever), 2020 (Still)
C.B. EvansNotations for an Adaptation of Gisele (welcome to whatever forever) (Still), 2020
Aaron S. Davidson, Melissa Dubbin Delay Lines (feedback), 2020 / 2021, Collection Centre Pompidou, Paris Musée national d’art moderne - Centre de création industrielle Inventarnummer: AM 2023-169 © Rechte vorbehalten Bildnachweis: Centre Pompidou, MNAM-Cc
Aaron S. Davidson und Melissa DubbinDelay Lines (feedback), 2020/2021
Fiona Tan (*1966, Pekan Baru, Indonesien), Ascent, 2016 (Still)
Fiona TanAscent, 2016 (Still), 2016
Christian Marclay (*1955) Subtitled, 2019  Installation vidéo Collection Centre Pompidou, Paris Musée national d’art moderne - Centre de création industrielle Collection Centre Pompidou, Paris Musée national d’art moderne - Centre de création industrielle  numéro d’inventaire : AM 2024-272  Copyright de l’oeuvre : ©  Christian Marclay
Christian MarclaySubtitled, 2019
Melati Suryodarmo (*1969, Surakarta, Indonesien), Eins und Eins, 2016–2020 (Still)
Melati SuryodarmoEins und Eins, 2016–2020 (Still), 2016-2020
Thao Nguyen Phan (*1987, Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam) Mute Grain, 2019 (Still) Audiovisuelle Installation: Drei-Kanal Video, 16/9, Schwarz- Weiß, Stereosound, Vietnamesisch, englische Untertitel, 15 Min. 45 Sek. Geschenk der Amis du Centre Pompidou, Cercle International Asie-Pacifique, 2021 Centre Pompidou, Paris Musée national d’art moderne / Centre de création industrielle (Mnam / Cci) © Rechte vorbehalten Bildnachweis: Centre Pompidou, MNAM-Cci/Dist.RMN-GP
Thao Nguyen PhanMute Grain (Still), 2019
Ki generiertes Bild mit rothaariger, junger Frau mit rothaarigem Baby vor großem Bildschirm mit Landschaft im Hintergrund
Holly Herndon und Mat DryhurstI’m Here 17.12.2022 5:44, 2023, 2023
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