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Herausragend!

Das Relief von Rodin bis Picasso

Das Relief ist eine Mischform: Zwischen Malerei und Skulptur angesiedelt ist es zwar an die Wandfl√§che gebunden, ragt aber oft weit in den Raum hinein. Gerade seine Unbestimmtheit lie√ü dieses Medium zu einem wichtigen Feld f√ľr Experimente und Innovation werden. In ihm konnten sich Kunstschaffende √ľber Gattungsgrenzen hinwegsetzen und eigenst√§ndige Positionen beziehen.

Mit rund 130 Exponaten ‚Äď Reliefs, Skulpturen, Plastiken und Gem√§lden ‚Äď von √ľber 100 K√ľnstler*innen aus Europa und den USA nimmt die Ausstellung die Auspr√§gungen des Reliefs von 1800 bis in die 1960er-Jahre in den Blick. In dieser Zeit gewann das Medium zunehmend an Bedeutung: Orientierten sich Bildhauer wie Berthel Thorvaldsen im Klassizismus an wiederentdeckten Bildwerken der Antike, sprengten im 19.¬†Jahrhundert K√ľnstler wie Auguste Rodin und Medardo Rosso bewusst den Rahmen der Bildhauerei; Maler-Bildhauer wie Edgar Degas, Paul Gauguin, Pablo Picasso, Henri Matisse oder Alexander Archipenko befragten im Relief den Umgang mit Form und Farbe neu. Im 20.¬†Jahrhundert befl√ľgelten neue Techniken den Wandel, so entwickelten Dadaisten wie Kurt Schwitters oder Hans Arp Relief-Collagen aus allt√§glichen Materialien. Sie und K√ľnstler*innen der russischen Avantgarde, des Bauhauses oder der konstruktiv-konkreten Kunst ‚Äď darunter Willi Baumeister, Erich Buchholz, Naum Gabo, Lou Loeber, Iwan Puni, Oskar Schlemmer und Sophie Taeuber-Arp ‚Äď zielten mit ihren Werken auch auf das Gestalten einer neuen Welt und Gesellschaft. Seit den 1950er Jahren erkundeten K√ľnstler wie Jan Schoonhoven, Piero Manzoni oder Karl Hartung die Werkoberfl√§che¬†als Struktur und eroberten K√ľnstlerinnen wie Louise Nevelson oder Lee Bontecou ihren Platz in der Kunstgeschichte mit raumgreifenden Materialobjekten.¬†

Die Schau ist in zw√∂lf thematische Kapitel gegliedert. Damit treten K√ľnstler*innen der verschiedenen Epochen in einen lebendigen Dialog zu ausgew√§hlten Aspekten des Reliefs, beispielsweise: Erz√§hlung, Malerisch/Plastisch, Vielfarbigkeit, Mehrperspektive und Durchbrechen der Fl√§che.

Die letzte Ausstellung zur Gattung Relief fand vor √ľber 40 Jahren statt. Seither hat sich unsere Wirklichkeit gewandelt und wird heute meist √ľber die Fl√§chen von Bildschirmen wahrgenommen. Zugleich w√§chst das Bed√ľrfnis zu ber√ľhren und zu begreifen, dem das Relief in seiner Offenheit entgegenkommt. Aktualit√§t erf√§hrt das Medium derzeit auch wegen seiner Existenz im Dazwischen: Als Hybrid bietet es neue M√∂glichkeiten des Erlebens und Verstehens von Welt.

Die medien- und epochen√ľbergreifende Ausstellung entsteht in enger Kooperation mit dem St√§del Museum, Frankfurt am Main (23.5. bis 17.9.2023).

Zu den hochrangigen Leihgebern z√§hlen u.a.: Kunstmuseum Basel; Alte Nationalgalerie, Berlin; Kunstmuseum Den Haag; Museum Folkwang, Essen; Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen; Mus√©e des Beaux-Arts, Lyon; Centre Pompidou, Paris; Mus√©e d‚ÄėArt Moderne de Paris; Mus√©e d‚ÄėOrsay, Paris; Mus√©e Rodin, Paris; Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam.

Im Prestel Verlag, M√ľnchen, erscheint ein umfangreicher Katalog mit 288 Seiten, 300 farbigen Abbildungen und wissenschaftlichen Texten (deutsche und englische Ausgabe).

Gefördert von: Hubertus Wald Stiftung, Freunde der Kunsthalle e. V. 

Kulturpartner: NDR Kultur

Medienpartner: Hamburger Abendblatt

 
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