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Willi Baumeister
Graue Figur (hoch), 1921 - 1922
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Willi Baumeister

Graue Figur (hoch), 1921 - 1922

Willi Baumeister

Graue Figur (hoch), 1921 - 1922
Eine Figur, die aus geometrischen Körpern gebildet ist, verbindet sich mit einem Grund aus rechteckigen ĂŒbereinanderliegenden FlĂ€chen. Nuancen von warmem Grau und Braun mit gedĂ€mpften Farbakzenten unterstĂŒtzen die harmonische Einheit. In den 1920er Jahren kreisten die Bildthemen Baumeisters um die menschliche Gestalt, in zahlreichen Kompositionen untersuchte er ihr VerhĂ€ltnis zum Raum, zur Architektur. Auch der Zyklus Gestaffelte Figuren, zu dem Graue Figur (hoch) gehört, verdeutlicht Baumeisters Überzeugung, dass alle erfahrbare Wirklichkeit auf tiefer liegenden Strukturen grĂŒndet. Aufgabe des KĂŒnstlers sei es, diese sichtbar zu machen – in klaren, auf den Gesetzen von Maß und Ordnung basierenden Werken. Wie sein Freund Oskar Schlemmer oder die FranÂŹzosen Fernand LĂ©ger und Le Corbusier, mit denen er in Kontakt stand, sah Baumeister den Menschen im Zentrum einer modernen RealitĂ€t von Technik und Fortschritt. Die Maschine wurde zum Vorbild fĂŒr den Menschen, die konstruktive Kunst stand fĂŒr den Entwurf einer neuen Welt. Karin Schick