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Paul Gauguin
Badende bretonische Knaben, 1888
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Paul Gauguin

Badende bretonische Knaben, 1888

Paul Gauguin

Badende bretonische Knaben, 1888
Erfrischend war das Bad in dem gestauten Bach. Jetzt wird die Haut der nackten Jungen gewĂ€rmt von dem gleißenden Sonnenlicht, welches das umgebende Gras bereits getrocknet hat. Beide scheinen ganz mit sich selbst beschĂ€ftigt und zugleich eingebettet in ihre Umgebung. Durch kleine, gegeneinander gesetzte Pinselstriche verschiedenster Farben lĂ€sst Gauguin die BildoberflĂ€che vibrieren, wie er es von Camille Pissarro gelernt hat. Doch die spannungsreiche Komposition der Körper weist weit ĂŒber die impressionistische Wiedergabe eines spontanen Natureindrucks hinaus, sie verrĂ€t Gauguins Bewunderung fĂŒr Edgar Degas. Die klaren, dunklen Umrandungen der Körperformen schließlich zeigen den Erneuerer: FlĂ€chig soll das Bild werden. Im Blickwinkel von oben existiert auch die Landschaft im Hintergrund nur noch als flache Spiegelung auf dem Wasser. Das GemĂ€lde ist Teil einer Serie von Akten, die Gauguin nahe dem bretonischen Dorf Pont-Aven malte. Hier suchte der ehemals erfolgreiche Börsenmakler UrsprĂŒnglichkeit und Eingebundenheit in die Natur. Annabelle Görgen

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Signiert und datiert unten links: P Gauguin. 88.

Provenienz

Versteigerung (HĂŽtel Drouot), Paris 23.2.1891, No. 11; Slg. Alexandre Natanson, Paris, seit 1891; Slg. Wilhelm Weinberg, Amsterdam, spĂ€ter Scarsdale, mind. 1930-1957; Versteigerung Slg. Weinberg (Sotheby's), London, 10.7.1957, Nr. 24; O'Hana Gallery, London; Kunsthandlung Louis Bock & Sohn, Hamburg, 1961; dort erworben 1961 durch die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Kunstsammlungen Hamburg mit BeitrĂ€gen der B.A.T. Cigaretten-Fabriken GmbH, der Deutschen Unilever-Gruppe und der Hauniwerke Körber & Co.; seitdem als Dauerleihgabe fĂŒr die Hamburger Kunsthalle