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Lyonel Feininger
Regamündung III, 1929/30
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Lyonel Feininger

Regamündung III, 1929/30

Lyonel Feininger

Regamündung III, 1929/30
Seit 1924 machte Lyonel Feininger im Ostseebad Deep an der Mündung der Rega „Natur-Notizen“. Solche zeichnerischen Beobachtungen waren auch Grundlage dieser malerischen Vision. In ihr ist das Landschaftsmotiv mit breitem Strom, Wiesen und Kirchen allerdings kaum noch zu erkennen. Der einheitlich transparente Farbauftrag löst die Festigkeit, Schwere und Stofflichkeit der Gegenstände auf. Mit feinen Lineamenten schuf Feininger große kubistische Prismen, die sich überlagern und durchdringen. Bei dieser kristallinen Umformung des Gesehenen ist das Licht ein wesentlicher gestaltender Faktor: Es durchdringt alle Materie und strahlt aus der Tiefe des Bildes. Feininger sah im Licht ein Gleichnis kosmischer Kräfte, das eine höhere Ordnung anschaulich mache. In seinem Gemälde verschmelzen die Elemente Wasser, Luft und Erde miteinander und verbinden sich in einem universalen Zusammenhang. Dagmar Lott-Reschke

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Unten rechts signiert: Feininger; auf dem Keilrahmen datiert und bezeichnet: Regamündung III Nov. 1929