Italienisch, um 1700
Martyrium einer Frau,
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Italienisch, um 1700

Martyrium einer Frau,

Italienisch, um 1700

Martyrium einer Frau

Das Blatt vereinigt um die Hauptszene eines Martyriums verschiedene Studien von Köpfen und Händen. Die Qualität ist gering, was die zum Teil ungelenken Proportionen und die wenig wirkungsvollen Schraffuren nachdrücklich belegen. Die alte Zuschreibung (eines Sammlers ?) an Domenichino ist unbegründet, da sich weder in motivischer noch in stilistischer Hinsicht Entsprechendes im Werk des Künstlers nachweisen lässt. Möglicherweise handelt es sich um eine Schülerarbeit, für die auf eine malerische oder graphische Vorlage zurückgegriffen worden sein könnte. Die Hauptszene – das grausame Martyrium einer Frau – konnte bislang nicht eindeutig bestimmt werden. Möglicherweise handelt es sich, wie Heiko Damm, Florenz, vermutete, um ein Verbrechen an einer schwangeren Frau.(Anm. 1)

David Klemm

1 Mündliche Mitteilung auf der Grundlage einer Digitalphotographie, 25.3.2008.

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Auf dem Verso oben rechts bezeichnet und nummeriert: "Hellen 655" (Bleistift); unten links: Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1233)

Wasserzeichen / Kettenlinien

WZ: Schriftzug „AT[?]CA“; nicht identifiziert.

Verso

Titel verso: Fragment eines auf einem Block sitzenden Mannes

Technik verso: Rötel

Provenienz

Washington von der Hellen (1834-1900), Hamburg (nicht bei Lugt); Gustav von der Hellen (1879-1966), San Isidro/Argentinien (nicht bei Lugt); Schenkung von der Hellen 1962 an die Hamburger Kunsthalle

Bibliographie

David Klemm: Italienische Zeichnungen 1450-1800. Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle, Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Kupferstichkabinett, Bd. 2, Köln u. a. 2009, S.435, Nr.692