☰
Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto
Capriccio mit römischen Ruinen und Paduaner Motiven, um 1740
ZurĂŒck Bildinfos ➕ ➖ ➕ 🗖 ❭

Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto

Capriccio mit römischen Ruinen und Paduaner Motiven, um 1740

Giovanni Antonio Canal, gen. Canaletto

Capriccio mit römischen Ruinen und Paduaner Motiven, um 1740
Canaletto gilt als Meister der Vedutenmalerei. Seine serielle Produktion von gemalten Venedig-Ansichten fand bei Auftraggebern, Sammlern und englischen Aristokraten auf ihrer Grand Tour reißenden Absatz. Daneben malte er mit Vorliebe Capricci, in denen er seiner Phantasie freien Lauf lassen und sich an verschiedenen Architekturelementen ausprobieren konnte. So kombinierte er oftmals Phantasiemotive mit realen Objekten. Im Zentrum des GemĂ€ldes erkennt man einen der BefestigungstĂŒrme Paduas, die Porta di Pontecorvo. Der Rundtempel rechts erinnert an das Pantheon in Rom. Die von Gras ĂŒberwucherte, riesige Ruine einer gotischen Vorhalle, der massive Sarkophag sowie die von drei MĂ€nnern ausgehobene Grube, die ein weiteres Grabmal markiert, verweisen als Memento mori auf die VergĂ€nglichkeit und den Verfall. VerstĂ€rkt wird das Sujet durch den Löwen, das Wahrzeichen Venedigs, der auf seinem eingesunkenen Sockel die schwindende Macht und den ökonomischen Niedergang der Lagunenstadt, zu deren Herrschaftsbereich Padua gehörte, verdeutlicht. Sandra Pisot