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Francis Bacon
Portraitstudie (Study for a Portrait), 1953
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Francis Bacon

Portraitstudie (Study for a Portrait), 1953

Francis Bacon

Portraitstudie (Study for a Portrait), 1953
Seit 1949 trat Bacon in London mit GemĂ€lden an die Öffentlichkeit, die vereinzelte Figuren von PĂ€psten und GeschĂ€ftsmĂ€nnern mit einer ungewöhnlich verzerrten Physiognomie zeigen. In Study for a Portrait sitzt ein Mann in Anzug und Krawatte alleine auf einem Bett. Aus dem diffusen Halblicht des Interieurs tritt sein kalkweißes Gesicht hervor. Er hat die Knie zum Oberkörper gezogen und den Mund wie zu einem Schrei so weit aufgerissen, dass seine ZĂ€hne sichtbar sind. Gitterartige PinselzĂŒge legen einen gespenstischen Schleier ĂŒber seine Erscheinung. In die Isolation des Raums ist die ĂŒberbordende emotionale Not der Figur dauerhaft und beklemmend eingeschrieben. FĂŒr das Motiv des geöffneten Munds, das er in diesen Jahren wiederholt malte, verwandte Bacon einen Bildband ĂŒber Mundkrankheiten sowie fotografische Vorlagen aus der Filmgeschichte und Parapsychologie. In seinem gesamten Schaffen ist die Darstellung des Menschen zentrales Thema: Er deformierte sein Bild und verdichtete es zu einer unverwechselbaren Ästhetik des Schmerzes. Daniel Koep