Francesco Allegrini (I)
Gottvater und Moses (nach Raffaels Loggien),
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Francesco Allegrini (I)

Gottvater und Moses (nach Raffaels Loggien),

Francesco Allegrini (I)

Gottvater und Moses (nach Raffaels Loggien)

Allegrini zitiert hier eines der vier Kompartimente des achten Gewölbes der Loggien im Vatikan.(Anm.1) Diese Fresken wurden von Raffael und seinen Mitarbeitern um 1518/19 entworfen und ausgeführt. Allegrini konzentriert sich auf die linke Hälfte der Vorlage und interessiert sich dabei vor allem für die Haltung der Figuren, während er das Wunder des aus dem Fels strömenden Wassers weglässt.
Allegrini hat offensichtlich häufig nach berühmten Meistern kopiert und dabei die Vorbilder zumeist in seinen typischen graphischen Stil übersetzt. Ein weiteres Beispiel hierfür stellt die in New York bewahrte, mit zahlreichen Schraffuren versehene Studie nach Michelangelos „Jüngstem Gericht“ dar.(Anm.2)

David Klemm

1 Vgl. Davidson 1985, o. S., Abb. 72.
2 New York, Metropolitan Museum of Art, Gift C. Vanderbilt, Inv.-Nr. 80.3.67; Corpus Gernsheim 55565.

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Auf dem Verso Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1234)

Provenienz

Ludwig Hermann Philippi (1848-1908), Hamburg (L. 1335); Legat Philippi an die Hamburger Kunsthalle 1908

Bibliographie

David Klemm: Italienische Zeichnungen 1450-1800. Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle, Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Kupferstichkabinett, Bd. 2, Köln u. a. 2009, S.70-71, Nr.8