Christian Gottfried Schultze, Stecher Crescentius Jacob Seydelmann, Zeichner Raffael, eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio, Maler, Erfinder
Sixtinische Madonna, um 1780
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Christian Gottfried Schultze, Stecher Crescentius Jacob Seydelmann, Zeichner Raffael, eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio, Maler, Erfinder

Sixtinische Madonna, um 1780

Christian Gottfried Schultze, Stecher Crescentius Jacob Seydelmann, Zeichner Raffael, eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio, Maler, Erfinder

Sixtinische Madonna, um 1780

Die Sixtinische Madonna zählt zu den berühmesten Werken Raffaels. Das 265 x 196 cm große Gemälde zeigt zentral die auf Wolken schwebende Madonna mit dem sehr ernst schauenden Kind. Ihr zu Seiten befinden sich der Hl. Sixtus und die Hl. Barbara. Das Gemälde entstand um 1512/13 im Auftrag von Papst Sixtus IV.mit einiger Wahrscheinlichkeit für ein Kloster in Piacenza. Dieser eher abgelegene Aufbewahrungsort führte dazu, dass das Bild zunächst weniger Bekanntheit als andere Madonnenbilder Raffaels erlangte. Dies änderte sich letztlich erst, nachdem das Gemälde in einer aufsehenerregenden Aktion 1754 für den Dresdner Hof erworben werden konnte. in den folgenden Jahrzehnten, vornehmlich in der Romantik, erlangte das Werk in Deutschland eine weitreichende Popularität.
Beim vorliegenden Stich handelt es sich um die erste Reproduktionsgraphik, die nach Raffaels "Sixtinischer Madonna" gestochen wurde. Sie wurde ursprünglich für den dritten Band der unter von Heinecken herausgegebenen "Galerie de Dresde" geschaffen, in welchem die Graphik als letztes Blatt abgebildet werden sollte. Da dieser Band zunächst nicht zustande kam, wurde das Blatt als einzelner Stich vetrieben und gelangte erst bei der 1870 doch noch erfolgenden Zusammenstellung des dritten Bandes in das Galeriewerk (nunmehr als erstes Blatt). Höper weist darauf hin, dass auf dem vorliegenden Stich die Vorhangstange am oberen Ende des Gemäldes nicht abgebildet ist. Dies liegt daran, dass die Leinwand zum Zeitpunkt der Entstehung der Graphik oben umgeschlagen war, ein Umstand, der erst nach der Restaurierung im Jahr 1827 rückgängig gemacht wurde.

Vgl.Corinna Höper: Raffael und die Folgen. Das Kunstwerk im Zeitalter seiner graphischen Reproduzierbarkeit, Ostfildern-Rujt 2001, Kat.Nr. D 34.1, S. 313.

Klara Wagner / David Klemm

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Unterhalb der Darstellung links bezeichnet: "Seydelmann del."; in der Mitte bezeichnet und signiert: "Raphael pinx: Seydelmann del: C. G. Schultze fec: Dresdae"; rechts davon signiert: "Christ. Gottf. Schultze Sculp. Dresdae."; unterhalb davon links bezeichnet: "Quadro di Raphael d'Urbino / della Galleria Elettorale di Dresda./ Alto piedi 9. onci 2½. largo piedo 4. onzi 7."; [Wappen] rechts davon bezeichnet: "Tableau de Raphael d'Urbin / de la Galerie Electorale de Dresde. / Haut 9. pieds 2½. pouces, large 4. pieds 7. pouces."

Werkverzeichnis

Apell 1880.386.IV (von V); Höper D 34.1

Provenienz

Alter Bestand; vor 1879 erworben.

Bibliographie

Christian Meyer: Verzeichnis der Kupferstich-Sammlung in der Kunsthalle zu Hamburg, Hamburg 1878, S.343