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Anonym (flÀmisch, 17. Jh.) Anonym (niederlÀndisch?, 17. Jh.)
Reiterszene, um 1620-40?
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Anonym (flÀmisch, 17. Jh.) Anonym (niederlÀndisch?, 17. Jh.)

Reiterszene, um 1620-40?

Anonym (flÀmisch, 17. Jh.) Anonym (niederlÀndisch?, 17. Jh.)

Reiterszene, um 1620-40?

Bislang unbestimmt bleibt dieser breit mit der Rohrfeder gezeichnete „Reiterzug“. Derselben, vermutlich flĂ€mischen Hand ist eine in gleicher Technik gearbeitete Zeichnung in Kopenhagen zuzuschreiben.(Anm.1) AuffĂ€llig sind die etwas naiv gestalteten Physiognomien bei zum Mittelgrund hin nachlassender zeichnerischer Disziplin. Angesichts der nicht immer geglĂŒckt wirkenden Proportionierung von Mensch und Tier könnte es sich um das Werk eines Amateurs handeln, der die Truppen wĂ€hrend des DreißigjĂ€hrigen Krieges begleitete.(Anm.2)

Annemarie Stefes

1 Kopenhagen, Statens Museum for Kunst, Kongelige Kobberstiksamling, Nr. Tu 82 a,40 (177 x 309 mm), Corpus Gernsheim 72440.
2 Ähnlich gekleidete Reiter finden sich auf GemĂ€lden dieser Zeit, z. B. Paulus van Hillegaerts „Frederik Hendrik und Ernst Casimir bei der Belagerung von ’s-Hertogenbosch“, 1629/40, ’s-Hertogenbosch, Noord-brabants Museum, 1648 - Krieg und Frieden in Europa. Katalogband, Ausst.-Kat. MĂŒnster, WestfĂ€lisches Landesmuseum, OsnabrĂŒck, Kulturhistorisches Museum und Kunsthalle Dominikanerkirche, MĂŒnster 1998, Nr. 414. Vgl. auch die alternativ Hillegaert oder Adriaen van der Venne zugeschriebene „Kavalkade Nassauischer FĂŒrsten“, Apeldorn, Paleis Het Loo, Simon Groenveld: De Vrede van Munster. Einde en nieuw begin, in: 1648. Vrede van Munster. Feit en Verbeelding, hrsg. von Jacques Dane, Zwolle 1998, S. 11-63, Abb. 14; Jan van de Velde II nach Jan Martszen de Jonge, „Auszug der spanischen Garnison aus Maastricht“, 1633, Amsterdam, Rijksprentenkabinet, Inv.-Nr. RP-P-FM 1700 I-IV, Michiel P. van Maarseveen u.a.: Beelden van een strijd. Oorlog en Kunst vĂČĂČr de Vrede van Munster 1621-1648, Ausst.-Kat. Delft, Stedelijk Museum Het Prinsenhof, Zwolle 1998, Nr. 12.

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Auf dem Verso unten links Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1328) aufgeklebt; unterhalb davon: Stempel Carl Fredrik Christian Rhodin (L. 2179); daneben bezeichnet: "Coll. Harzen." (Feder in Schwarz)

Wasserzeichen / Kettenlinien

Lilienwappen, Heawood deest, Ă€hnlich Heawood 1721 (Schieland 1609), aber Spitzen des Schildes oben und unten spitzer, ohne WR, Lilie etwas unregelmĂ€ĂŸig und spitz geformt, dreistufiges Band
20-23 mm (h)

Provenienz

Georg Ernst Harzen (1790-1863), Hamburg (L. 1244); Legat Harzen 1863 an die „StĂ€dtische Gallerie“ Hamburg; 1868 der Stadt ĂŒbereignet fĂŒr die 1869 eröffnete Kunsthalle; zu einem unbekannten Zeitpunkt abgegeben; Carl Fredrik Christian Rhodin (1821-1886), Altona bei Hamburg (L. 2179); Washington von der Hellen (1834-1900), Hamburg, Nr. 101; Gustav von der Hellen (1879-1966), San Isidro/Argentinien (nicht bei Lugt); Schenkung von der Hellen 1962 an die Hamburger Kunsthalle

Bibliographie

Stefes, Annemarie: NiederlĂ€ndische Zeichnungen 1450-1850. Katalog II van Musscher - Zegelaar, hrsg. von Gaßner, Hubertus und Stolzenburg, Andreas, Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Kupferstichkabinett, Bd. 3, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2011, S.661, Nr.1264