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Abraham Jansz. Begeyn, (?) Pieter Mulier (der JĂŒngere), (?)
SĂŒdliche Mondscheinlandschaft mit Hirten an einem Flussufer, um 1690 - 1700
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Abraham Jansz. Begeyn, (?) Pieter Mulier (der JĂŒngere), (?)

SĂŒdliche Mondscheinlandschaft mit Hirten an einem Flussufer, um 1690 - 1700

Abraham Jansz. Begeyn, (?) Pieter Mulier (der JĂŒngere), (?)

SĂŒdliche Mondscheinlandschaft mit Hirten an einem Flussufer, um 1690 - 1700

Das ƒuvre Abraham Begeyns ist nur unzureichend erforscht, und diese ihm traditionell zugeschriebene nĂ€chtliche Szene lĂ€sst sich seinen gesicherten Arbeiten nicht ohne weiteres anschließen. Einen gewissen stilistischen AnknĂŒpfungspunkt gibt eine Ă€hnlich breit getuschte, aber kleiner dimensionierte Landschaftszeichnung in Amsterdam.(Anm.1) Auch die im VerhĂ€ltnis zur Landschaft etwas zu groß proportionierte Staffage wĂ€re grundsĂ€tzlich als Eigenheit des KĂŒnstlers zu bewerten.(Anm.2) Gleiches gilt fĂŒr die flĂ€chig-dekorativ silhouettierten Ziegen.(Anm.3) Vor diesem Hintergrund kann mit Vorbehalt an der traditionellen Zuschreibung festgehalten werden. Möglicherweise stand die Signatur des KĂŒnstlers auf einer der herausgerissenen rechten Ecken des Blattes.(Anm.4)
Aufgrund des Wasserzeichens wĂ€re eine spĂ€te Entstehung zu favorisieren. Dabei kann der Zeichner auf Ă€ltere Prototypen zurĂŒckgegriffen haben: In der Lichtwirkung finden sich AnklĂ€nge an vergleichbare Nachtlandschaften Nicolaes Berchems, und die Komposition erinnert an ein GemĂ€lde des Pieter Mulier.(Anm.5)

Annemarie Stefes

1 Amsterdams Historisch Museum, Inv.-Nr. TA 10116, Ben Broos, Marijn Schapelhouman: Nederlandse Tekenaars geboren tussen 1600 en 1660, Oude tekeningen in het bezit van het Amsterdams Historisch Museum, waaronder de collectie Fodor, Bd. 4, Amsterdam/Zwolle 1993, Nr. 13.
2 Hinweis von Eckhard Schaar auf dem Symposium „NiederlĂ€ndische Altmeisterzeichnungen 1500 bis 1800“ am 21. und 22.2.2008 im Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle.
3 Z. B. Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. KdZ 138, Elfried Bock, Jakob Rosenberg: Die niederlÀndischen Meister. Beschreibendes Verzeichnis sÀmtlicher Zeichnungen, Staatliche Museen zu Berlin. Die Zeichnungen alter Meister im Kupferstichkabinett, 2 Bde., Berlin 1930, Bd. 1, S. 77.
4 In der Regel sind die Begeyn-Zeichnungen eigenhÀndig signiert, vgl. Schapelhouman, in: Ben Broos, Marijn Schapelhouman: Nederlandse Tekenaars geboren tussen 1600 en 1660, Oude tekeningen in het bezit van het Amsterdams Historisch Museum, waaronder de collectie Fodor, Bd. 4, Amsterdam/Zwolle 1993, S. 25.
5 Vgl. Berchems „Mondscheinlandschaft mit Krebsfischern“, London, Trafalgar Galleries,Laurie B. Harwood: Inspired by Italy. Dutch landscape painting 1600-1700, Ausst.-Kat. London, Dulwich Picture Gallery 2002, Nr. 27; Muliers „Nachtlandschaft“, Burghley House, Stamford, Lincolnshire, Inv.-Nr. 496, Marcel George Roethlisberger-Bianco: Cavalier Pietro Tempesta and his time, Delaware 1970, Nr. 213, wohl in den 1680er Jahren entstanden, vgl. ebd. S. 45.

Details zu diesem Werk

Beschriftung

Auf dem Verso in der Mitte rechts Stempel der Hamburger Kunsthalle (L. 1328)

Wasserzeichen / Kettenlinien

Lilienwappen mit Gegenmarke IHS, Àhnlich Heawood 1786 (Holland? um 1690) oder 1793 (London 1700); Kronenzierrat stÀrker definiert, Àhnlich Heawood 1784 (1683)
ca. 25 mm (h)

Provenienz

Georg Ernst Harzen (1790-1863), Hamburg (L. 1244) (NH Ad:01:02, fol. 4: "[C{orn} Abr. Bega oder Begyn] Italische Gebirgslandschaft mit einer steinernen BrĂŒcke ĂŒber einem Fluß, vorne ruhende Heerden auf {einem} dem von GebĂ€uden umgebenen Ufer. Vollmondbeleuchtung. Kreide und Tusche. Bedeutende sehr effectvolle Zeichnung. Restauriert."; NH Ad: 02: 01, S. 243); Legat Harzen 1863 an die „StĂ€dtische Gallerie“ Hamburg; 1868 der Stadt ĂŒbereignet fĂŒr die 1869 eröffnete Kunsthalle

Bibliographie

Stefes, Annemarie: NiederlĂ€ndische Zeichnungen 1450-1850. Katalog I Van Aken-Murant, hrsg. von Gaßner, Hubertus und Stolzenburg, Andreas, Die Sammlungen der Hamburger Kunsthalle Kupferstichkabinett, Bd. 3, Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2011, S.94, Nr.59