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Georges Adéagbo

Ein neues Werk fĂŒr die Hamburger Kunsthalle
Vorbereitung des Werks »L’Ɠuvre d’art d’Aby Warburg et les Ɠuvres d’art des artistes«...!  von Georges AdĂ©agbo,  in Benin, April 2024, © VG Bild-Kunst, Bonn 2024, Foto: Stephan Köhler

Presseinformation

Die Hamburger Kunsthalle prĂ€sentiert erstmalig ein speziell fĂŒr das Haus geschaffenes Werk des bedeutenden afrikanischen KĂŒnstlers Georges AdĂ©agbo (*1942). Postkarten, Zeitungsausschnitte, Plakate, BĂŒcher, Kleidung, Handgeschriebenes, Skulpturen und GemĂ€lde aus Benin werden in der Installation mit Geschichten aus AdĂ©agbos Heimatland verknĂŒpft. Sein Werk mit dem Titel »L’Ɠuvre d’art d’Aby Warburg et les Ɠuvres d’art des artistes«...! (»Die Kunst von Aby Warburg und die Kunst der KĂŒnstlerinnen und KĂŒnstler«...!) (2024) ist zugleich eine Hommage an den Kunsthistoriker Aby Warburg. Dabei schickt der KĂŒnstler seine Ideen – einem Kulturtransfer gleich – auf Reisen: Er verbindet einen ErzĂ€hlstrang ĂŒber die Geschichte der Hamburger Kunsthalle mit in Benin gemalten PortrĂ€ts frĂŒherer Kunsthallen-Direktoren wie Alfred Lichtwark oder Uwe M. Schneede. Das GemĂ€lde Der GerĂ€chte (1806/07) von Johann Heinrich FĂŒssli aus der Sammlung des Museums gewinnt in der Kopie des Malers
BenoĂźt AdanoumĂš, der in Benin Illustrationen fĂŒr AdĂ©agbo ausfĂŒhrt, eine gĂ€nzlich neue Dimension und zeigt, dass der Prozess der Dekolonisierung und der Kampf gegen Rassismus noch lange nicht zu Ende sind.
In seinen Assemblagen bringt Georges AdĂ©agbo in einem Aby Warburg Ă€hnlichen VerknĂŒpfungsdenken im Atelier in Benin, in Hotelzimmern oder in Kunstausstellungen unterschiedliche Zeichensysteme zusammen. Auf diese Weise entsteht eine Poesie des Ähnlichkeitsdenkens (Paul Valery).
 
Georges Adéagbo (*1942 in Cotonou, Benin) lebt in Hamburg und Cotonou und arbeitet an Ausstellungsorten auf der ganzen Welt. Adéagbo war Teilnehmer der Documenta 11 (2002) sowie der Biennalen in Dakar (1996), Johannesburg (1997), Sidney (1998), São Paulo (1998), Venedig (1999 und 2009), Lyon (2000) und Shanghai (2016). AnlÀsslich seines 80. Geburtstags in 2022 widmete ihm in Hamburg zuletzt das Ernst Barlach Haus eine umfassende Einzelschau.
 
Ermöglicht durch die Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, die die Installation fĂŒr die Hamburger Kunsthalle erworben hat.
 
Kulturpartner: NDR Kultur
Medienpartner: Hamburger Abendblatt