Vorschau

Früher war schon immer jetzt

Malerei seit 1947 neu präsentiert
Johannes Grützke (1937-2017), Festakt im Freien, 1969, © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

Mit Früher war schon immer jetzt lotet die Hamburger Kunsthalle den Bereich zwischen den Polen »Jetzt« und »Ewigkeit« aus: Zu erleben sind ausgewählte Gemälde der Sammlung, die ab dem Jahr 1947 entstanden sind. Die Präsentation stellt vermeintlich Unvereinbares nebeneinander, in dem sie die figurative Malerei der DDR mit der gebrochenen Figuration nach 1945 in Frankreich zusammenbringt, Minimal auf Pop Art treffen lässt und gestische Abstraktion auf ironische Figuration. Gemälde sind Ausdruck ihrer Zeit und der Individualität ihrer Erschaffer*innen. Sie werden älter, ihre Inhalte altern aber nicht. Ihr »Früher« ist für uns bei jeder Betrachtung ein »Jetzt«. Malerei ist ebenso Zeugnis des Momentes ihrer Erschaffung, als auch ewig. Präsentiert in der Galerie der Gegenwart steht mit den Werken zugleich die alle Museen beschäftigende Frage im Raum, wann die Gegenwart beginnt und ob sie ein Zeitraum ist.