Vorschau

Atmen

 Thomson & Craighead Several Interruptions (Film-Still), 2009 Video (3 Minuten, 20 Sekunden) – gepostet von taucher4444 auf youtube.com (2006)

Presseinformation

Die groß angelegte Themenausstellung atmen beschĂ€ftigt sich mit den unterschiedlichen Facetten des Atmens und seiner Darstellung in der Kunst der Alten Meister und der Gegenwart. Rund 100 Werke werden miteinander in spannungsreiche, teils epochenĂŒbergreifende Dialoge gebracht. So entsteht ein unkonventioneller Austausch ĂŒber ein existentielles Thema, das zunĂ€chst wie ein unbewusster, biologischer Vorgang anmutet, aber vielfaltige soziale und politische Dimensionen hat: Vom Atem als zentraler biblischer Metapher und als Ausdruck unserer Beziehung zur Welt ĂŒber Luftverschmutzung und Atemwegserkrankungen bis hin zu Black Lives Matter (»I canÂŽt breathe«, ĂŒbersetzt »Ich kann nicht atmen.«). In unterschiedlichen Kapiteln der Schau wird die Kraft und Vielfalt des Themas aufgefĂ€chert und dessen aktuelle gesellschaftspolitische und globale Relevanz verdeutlicht. Die interdisziplinĂ€re Bandbreite der prĂ€sentierten kĂŒnstlerischen Medien reicht von Malerei, Skulptur und Installation ĂŒber Fotografie und Zeichnung bis hin zu Performance, Video, Film und Sound Pieces. Die Ausstellung zeigt Exponate aus der Sammlung der Hamburger Kunsthalle und Leihgaben aus öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter u. a. GemĂ€lde von Jakob van Ruisdael und El Greco. Daneben werden zahlreiche Werke internationaler KĂŒnstler*innen prĂ€sentiert, die eingeladen wurden speziell fĂŒr die Ausstellung Arbeiten zu schaffen (Alice Channer, Andreas Greiner, Joachim Koester u. a.). Manche Arbeiten werden fĂŒr die Schau modifiziert (Forensic Architecture, Teresa Margolles, Markus Schinwald). Die ungewöhnlich große AusstellungsflĂ€che von rund 1.600 m2 erstreckt sich durch viele GebĂ€udeteile der Hamburger Kunsthalle und reicht hinaus in ihre Außenbereiche.

Mit atmen haben die Besucher*innen die Gelegenheit, sich dem facettenreichen Thema auf vielfĂ€ltige Weise anzunĂ€hern und sowohl historische Analogien als auch zeitgeschichtliche Besonderheiten im kĂŒnstlerischen Umgang mit dem Atmen auszumachen. Die Schau ist nach BESSER SCHEITERN (2013), WARTEN (2017) und TRAUERN (2020) in der Serie von Ausstellungen zu sehen, die sich an der Hamburger Kunsthalle mit Tabu- und Grenzthemen auseinandersetzt.

Gefördert durch: 

Hubertus Wald Stiftung, Freunde der Kunsthalle e. V., ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Philipp Otto Runge Stiftung, Kunst- und Literaturstiftung Petra und K.-H. Zillmer, Behörde fĂŒr Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg