Im Gehirn des Kindes

Videos zur Ausstellung DE CHIRICO. MAGISCHE WIRKLICHKEIT

Eine Kooperation von Deutsches SchauSpielHaus Hamburg, Ensemble Resonanz, Thalia Theater und Hamburger Kunsthalle

AnlĂ€sslich der Ausstellung DE CHIRICO. Magische Wirklichkeit sind in einer kĂŒnstlerischen Kooperation mit dem DeutschenSchauSpielHausHamburg, dem Thalia Theater und dem Ensemble Resonanz sieben Videos entstanden. Ganz im Sinne der arte metafisica (metaphysische Kunst), die Giorgio de Chirico (1888–1978) gemeinsam mit seinem Bruder Alberto Savinio als eine grenzĂŒbergreifende Art des Denkens, des Erlebens und des kĂŒnstlerischen Ausdrucks in Malerei, Musik und Poesie entwickelte, beziehen sich KĂŒnstler*innen der Theater und des Streichensembles auf das Werk de Chiricos in einer Reihe von Videos. Aufgrund der coronabedingten Schließung der Hamburger Kulturinstitutionen ist auch die Kunsthallen-Ausstellung derzeit nur digital ĂŒber zahlreiche Online-Angebote zu entdecken. Die unwirklich menschenleeren RĂ€ume einer Ausstellung mit Werken voller RĂ€tsel und Geheimnissen nutzen die Schauspieler*innen und Musiker*innen als BĂŒhne einer magischen Wirklichkeit. Das Kooperationsprojekt trĂ€gt den Namen Im Gehirn des Kindes – bezogen auf eines der Hauptwerke der Ausstellung: Das Gehirn des Kindes. 

DeutschesSchauSpielHausHamburg

Das SchauSpielHaus produzierte vier Videos, die allesamt in der Ausstellung gedreht wurden. Im ersten Video unter dem Titel Wir Metaphysiker durchtanzt Giorgio de Chirico die RĂ€ume seiner VorlĂ€ufer und erklĂ€rt seinen Standpunkt in der Geschichte der Welt. Im Video Das grĂ¶ĂŸte Schwergewicht trĂ€umt eine Aufsicht eine Welt hinter den Bildern (und hat eine Erscheinung) und in Über Ich zelebrieren zwei seltsame Eindringlinge ein Interview Giorgio de Chiricos unter neuen Vorzeichen. Das vierte Video Das RĂ€tsel der Ankunft zeigt die Suche zweier rastlos Reisender nach dem Ausgangspunkt. Was war nochmal der Auftrag?

Thalia Theater

Das Thalia Theater erweitert die surrealen Bilderwelten der Ausstellung in die Stadt hinein. Drei Besucher*innen schauen die Bilder von Giorgio De Chirico an. Sie rennen in Rekordzeit durch die Kunsthalle, raus auf den Platz, rein ins Thalia Theater. Sie tanzen zur Musik von Alberto Savinio, de Chiricos Bruder. KlĂ€nge, Bilder und Architektur, Betrachter*innen und Betrachtetes schieben sich ineinander – magische Wirklichkeit.

Ensemble Resonanz

Das Ensemble Resonanz versetzt de Chiricos Bildwelten auf die urbane BĂŒhne und webt sie in Musik von Anton Webern und Cassandra Miller ein: Die heiligen Fische gehören in die KĂŒche des Bistro Carmagnole; dort erweitert sich de Chiricos metaphysisches Stillleben um eine surrealistische Szenerie aus kreisendem Tanz und schwebenden Stimmen. Und wenn die Musiker*innen mit dem Troubadour im Millerntorstadion spielen, schließen sie an de Chiricos Logik der gestörten Ordnung an, die eine magische Energie zu Tage bringt.

Gefördert von: Hans Brökel Stiftung fĂŒr Wissenschaft und Kultur