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William Blakes Universe

Im Sommer 2024 pr√§sentiert die Hamburger Kunsthalle das erstaunliche Ňíuvre des englischen Zeichners und Grafikers William Blake (1757‚Äď1827), das dieser um 1800 vor dem Hintergrund von Revolution und Krieg in Europa, Sklaverei in den europ√§ischen Kolonien und der Unterdr√ľckung im heimischen Gro√übritannien schuf. Blakes Arbeiten verkn√ľpfen seine Kritik an der damaligen Welt mit einer Vision von universeller Erl√∂sung. Au√üerhalb Englands ist sein Werk noch immer wenig bekannt ‚Äď seine mystischen Bilderwelten und seine (d√ľsteren) literarischen Arbeiten finden bis heute einen Wiederhall in der Popkultur. Die Ausstellung wird erstmals s√§mtliche Blake-Best√§nde des Fitzwilliam Museum in Cambridge und das Verm√§chtnis des bekannten Blake Sammlers Geoffrey Keynes √∂ffentlich pr√§sentieren. Die Schau zeigt Blake als einen wahrhaften Europ√§er, obwohl er Gro√übritannien niemals verlie√ü, und setzt sein Werk in Bezug zu ausgew√§hlten Arbeiten europ√§ischer Zeitgenossen, sodass insgesamt rund 120 Werke zu sehen sein werden.

Illustriert werden die entscheidenden Aspekte der Kunst Blakes von seiner klassischen Ausbildung an der Royal Academy of Arts in London √ľber seine Besch√§ftigung mit der Kunst der Antike und der Renaissance bis hin zu seiner Begeisterung f√ľr die mystischen Bildwelten der fr√ľhen Neuzeit, z. B. des deutschen Philosophen Jakob B√∂hme (1575-1674). Die Ausstellung vergleicht Blakes Werk zudem mit anderen K√ľnstlern, die sich im Angesicht vernichtender politischer Krisen der bildenden Kunst zuwandten, um die Welt neu zu errichten: Der Romantiker Philipp Otto Runge (1777‚Äď1810) strebte ebenfalls an, die geistige Erneuerung des Menschen in k√ľnstlerisch neuartiger Form sichtbar zu machen. Blakes Darstellungen der Reise der Seele vom Gefallen sein bis zur Erl√∂sung werden zudem mit Werken von Zeitgenossen wie seinem j√ľngeren Landsmann Samuel Palmer (1805-1881) und Caspar David Friedrich (1774-1840) in Bezug gesetzt, um so die k√ľnstlerischen Spannungen zwischen individueller, nationaler und universeller Befreiung um 1800 aufzuzeigen.

Die Ausstellung kn√ľpft an den Ausstellungszyklus ¬ĽKunst um 1800¬ę des ehemaligen Hamburger Kunsthallendirektors Werner Hofmann an, in dem Blakes Werk 1975 erstmals in Deutschland pr√§sentiert wurde.

Gefördert von: Philipp Otto Runge Stiftung, Tavalozza Foundation und Freunde der Kunsthalle e.V.,

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am Mittwoch, 13. Dezember
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