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PERISKOPISCH!

Werner Nöfers Graphik zwischen Pop und Agitation

Wer kennt es nicht, das große Wandbild an der HĂ€userfront des legendĂ€ren GrĂŒnspan-Musikclubs in Hamburg St. Pauli in der Großen Freiheit von 1968. Entworfen von Werner Nöfer (*1937 Essen) und Dieter Glasmacher (*1940 Krefeld), ist es nicht nur eines der ersten Wallpaintings Europas, sondern mittlerweile ein unter Denkmalschutz stehendes Wahrzeichen der Hamburger Musik- und Clubszene. AnlĂ€sslich des 10. Hamburger Architektur Sommers (Mai bis Juli 2023) stellt die Hamburger Kunsthalle nun die graphischen Arbeiten von Werner Nöfer aus, die oftmals als Vorlage fĂŒr die Arbeiten im öffentlichen Raum dienten. So auch der Siebdruck periskopisch, der sich fast identisch am GrĂŒnspan wiederfindet.

Im unverwechselbaren Design der spĂ€ten 1960er Jahre, in einer Mischung aus Pop Art, Landschaftsmotiven und graphischer PrĂ€zision faszinieren Nöfers Werke durch ihre klare Farbigkeit und Formensprache. GeprĂ€gt durch KĂŒnstler wie Eduardo Paolozzi, der als „Vater“ der Pop Art gilt, sind seine Werke gleichzeitig oft auf humorvolle Weise eine Antwort auf die „GewalttĂ€tigkeit der technologischen und mechanischen Umwelt“ (Nöfer) seiner Zeit. Als „Bild im Bild“ erkennt man in Siebdruck-Motiven wie Blindflug oder Monitor die Landschaft oder den glasklaren Horizont als Markierung einer von technischer Apparatur geprĂ€gten Welt.

Seit den 1960er Jahren wurden Werner Nöfers Werke in zahlreichen Ausstellungen gezeigt und es entstanden Arbeiten im öffentlichen Raum wie das Leitsystem fĂŒr den Berliner Flughafen Tegel oder die Wandbilder fĂŒr das Abaton-Kino (1970). Sie markieren wie bei einem „Storyboard“ mit einzelnen Filmszenen den Eingang und Kassenbereich des Programmkinos im Grindelviertel.

Gezeigt werden ca. 40 Graphiken, von denen die Kunsthalle die meisten 2017 als Geschenk des KĂŒnstlers erhalten hat und nun erstmals zu sehen sind. Zusammen mit Filmen, SkizzenbĂŒchern, Buchcovern und EntwĂŒrfen fĂŒr Arbeiten im öffentlichen Raum gibt die Ausstellung einen detaillierten Einblick in das Gesamtwerk des KĂŒnstlers im Kontext der graphischen Szene in Hamburg um 1970, die es wiederzuentdecken gilt.

Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit Jörg Schilling, der seit lĂ€ngerem zum Werk des KĂŒnstlers forscht und in dessen Schaff-Verlag zeitgleich die umfangreiche Publikation „Erinnerungen an Landschaften. Werner Nöfers Arbeiten im öffentlichen Raum“ erscheint.
Im Rahmenprogramm sind ein KĂŒnstlergesprĂ€ch und FĂŒhrungen durch die Ausstellung mit StadtspaziergĂ€ngen zu ausgewĂ€hlten Arbeiten Nöfers im öffentlichen Raum geplant. In Kooperation mit dem Abaton-Kino werden auch FilmvorfĂŒhrungen stattfinden.

 

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