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Johan Grimonprez
1962 in Roeselaere, Belgien, geboren, lebt in New York und Gent.
Dial H-I-S-T-O-R-Y, 1997
67:00 Minuten, Raum 24a
Grimonprez beschäftigt sich in dieser Arbeit, die 1997 auf der documenta
X Aufsehen erregte, mit dem Thema der Gewalt und ihrer Darstellung im
Fernsehen - am Beispiel von Flugzeugentführungen. Dabei stellt er
den herkömmlichen Kategorien Spielfilm und Dokumentarfilm "den
Pseudo-Dokumentarfilm als Arbeit des Neuschreibens" entgegen, indem
er bereits existierendes Filmmaterial mit selbst Gedrehtem kombiniert.
Ergebnis ist eine heterogene Montage aus Reportagen, Interviews, Science-Fiction-Filmen,
Werbung und Popkultur. Photographische, elektronische und digitale Bilder
kommentieren sich gegenseitig.
In Dial-H-I-S-T-O-R-Y persifliert Grimonprez das Medienspektakel und deckt
so den Einfluss der Bilder und Statements auf unsere Gefühle, unser
Wissen und unser Gedächtnis auf. Paradigmatisch beleuchtet die Arbeit
zudem die Problematik von Realitätsbildung in den Medien.
www.zapomatik.com
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