Jane & Louise Wilson
Newcastle-upon-Tyne/England 1967 - leben in London

          

Stasi City, 1997
Farbe, Ton, DVD, PAL, 5:40 Min. Loop
Edition 2/3
Videoinstallation
V-1998-43
Erworben durch die F. und W. Stiftung für zeitgenössische Kunst in der Hamburger Kunsthalle 1998
 
4-Kanal Videoinstallation
Jane & Louise Wilson
 


"Die Kamera fährt durch das ehemalige Hauptquartier der Staatssicherheit in Berlin-Hohenschönhausen. Zu Beginn flammt in einem der Büros Licht auf. Es folgen Sequenzen mit Türfluchten, Stationen für Kontrollmonitore und zerstörten Telefonen. Paternoster, Aktenschränke und Deckenlichter führen in den menschenleeren Räumen ein gespenstisches Eigenleben. Das zertrümmerte Mobiliar einer Krankenstation erinnert an die Besetzung des Gebäudes durch Bürgerrechtler nach dem Ende der DDR. Im letzten Raum sehen wir eine junge Frau in Freizeitkleidung und eine Thermosflasche schwerelos und frei im Raum schweben. Die Sequenz endet mit dem plötzlichen Absturz der Thermosflasche, die auf dem Boden zerschellt: Das Traumatische bleibt real. Die Künstlerinnen drehten dieses Video während eines längeren Berlin-Aufenthalts. Nach eigenen Aussagen wurde ihnen hier die Architektur des Kalten Kriegs bewusst" (Frank Barth, zit. nach Saalzettel Schrägspur).

AUSSTELLUNGEN
Stasi City, Kunstverein Hannover, 1997
3. Umbau in der Galerie der Gegenwart: Schrägspur. Videoinstallationen aus der Sammlung, Hamburger Kunsthalle, 2002

LIT: Jane und Louise Wilson: Stasi City, Ausst.-Kat. Kunstverein Hannover, hrsg. vmn Deutschen akademischen Austauschdienst, Berliner Künstlerprogramm, Hannover 1997; Jane and Louise Wilson, Ausst.-Kat. Serpentine Gallery, hrsg. von Julia Peyton-Jones, London 1999; Jeremy Millar, Claire Doherty: Jane and Louise Wilson, London 2001.

LINKS
http://www.lisson.co.uk
http://www.biennial.org.uk/archive/1999
http://www.on1.zkm.de/kramlich/wilson
http://www.carnegieinternational.org
http://www.frieze.co.uk/review_single.asp?r=1519
http://www.biennial.org.uk/archive/1999/trace/exhib/wilson2.htm