"Mit einem sogenannten ’bateau mouche’,
einer Barkasse, die auf der Seine des Nachts hellerleuchtet Touristenrundfahrten
anbietet, kreuzt Annelies Strba durch Paris. Ihre Videokamera zeichnet
die Fahrt bis an die Grenze der technischen Belastbarkeit im Dunkel
der Nacht auf. Die spätere Bildbearbeitung erzeugt eine zusätzliche
Verfremdung durch Zeitverzögerung. Auf der Tonspur ist das
Geräusch des Schiffes nach digitaler Soundbearbeitung durch
ihren Sohn in extremer Verlangsamung zu hören. Das Gedächtnis
als Form der Verlangsamung ist ein Kernthema ihrer künstlerischen
Arbeit, die sie als Fotografin begonnen hat" (zit. nach Saalzettel
Sommerfrische).
"An III 2000 (Paris)" ist Teil einer Reihe von Portraits,
die 2001 in der Ausstellung ”Ån 1 – Ån 11”
im Kunsthaus Zug zu sehen waren. Neben anderen auch ”New York
Ån II, 1999", und "Paris Ån III, 2000”.
Strba entwickelt aus den Videofilmen auch Still-Photographien. Mit
Schnappschüssen und Portraits aus dem Familienalltag wurde
sie Anfang der 1990er Jahre bekannt.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
3. Umbau in der Galerie der Gegenwart: Schrägspur. Videoinstallationen
aus der Sammlung, 2002
Weisse Nächte Kiel Oben, VIDEO Club 99 der
Hamburger Kunsthalle zu Gast in der Kunsthalle zu Kiel, 2004
LIT: Annelies Strba. Ån 1 – Ån 11, Ausst.-Kat.
Kunsthaus Zug 2001.
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