Der Film basiert auf dem Flugschreiber-Gesprächsprotokoll
der letzten Minuten vor dem Absturz eines Flugzeugs über dem
Pazifik im Jahr 1969. Die einzelnen Stimmen werden von Schauspielern
nachgesprochen, die ruhig vor der Kamera sitzen. Die Dialoge werden
in vier Varianten wiederholt, beginnend als Schwarzbild mit Off-Text,
nachfolgend mit den Protagonisten, anschließend mit weiteren
Zwischenbildern aus Spielfilmen, die auf dem Pay TV-Kanal Premiere
1991 ausgestrahlt wurden. Das ausgewählte Found-Footage-Material
diente in den jeweiligen Filmen als visueller "Pausenfüller"
zwischen einzelnen narrativen Szenen. In dieser Funktion wird es
auch von Roth und Stauffenberg zwischen den Sprechsequenzen eingesetzt.
Der schließlich hinzukommende Soundtrack aus einem klassischen
Hollywoodfilm erzeugt den Eindruck einer abgerundeten Narration
jenes tragischen Unglücks, ohne ein einziges Bild davon gezeigt
zu haben. Franz Stauffenberg und Christopher Roth arbeiten seit
1998 zusammen. Christopher Roth ist Filmemacher ("Loosers",
1995; "Candy", 1998; und "Baader", 2002).
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
3. Umbau in der Galerie der Gegenwart: Schrägspur. Videoinstallationen
aus der Sammlung, Hamburger Kunsthalle, 2002
|