A-Seite
Velemir Chlebnikov (1885-1922): ora smetis (Lach-Beschwörung)
(1910)
Aleksej Krucenych (1886-1970): Fliegerlied (aus der Oper "Sieg
über die Sonne)
Kazimir Malevic (1978-1935): Lautgedicht
Raoul Hausmann (1886-1971): Poème phonétique
Kurt Schwitters (1887-1948), Scherzo aus der "soonate in uurlauten"
(seit 1922)
Maurice Lemaitre (*1926): Lettre Rock (1985)
Francois Dufrene (*1930-1982): 1. Crirhythme, dédie à
Gil J Wolman; 2. Avril déjà
Henri Chopin (gest. 1922): Delft, Recording with Nine Students in
School (en direct et simultanité 6th November 1970)
B-Seite
Bob Cobbing (1920-2002): Drei Stücke aus ABC in Sound(d - p
- t) (1965)
Peter Greenham (*1926): pin point puff
Paul De Vree (1909-1982): April bij sneeuw (1970)
Arrigo Lora-Totino (1928): Phonèmes structures, texte 4°
(1966)
Ladislav Novak (1925-1999): La structure phonétique de la
langue tchèque
Gerhard Rühm (*1930): Komplex10 (1961/1971); Zensurierte Rede
(1969)
Franz Mon (*1926), erge erekt (1962)
Ernst Jandl; (1925-2000): Im Reich der Toten
"Die ’konkrete Poesie’ ist eine Richtung innerhalb
der modernen Lyrik, welche die phonetische, visuelle und akustische
Dimension der Sprache als literarisches Mittel verwendet. Diese
Eigenschaften der Sprache werden durch die verschiedensten Techniken
wie die Montage, Reihung, Variation, Wiederholung, die graphische
Anordnung des Textes und das laute Lesen des Gedichts künstlerisch
genützt. Die ’konkrete Poesie’ steht zum Teil in
der Tradition des Futurismus und des Dadaismus der Zwanziger Jahre,
z. B. bei Kurt Schwitters und Hans Arp.
Der engere Begriff ’konkrete Poesie’ taucht etwa in
der Mitte der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts in mehreren
Ländern gleichzeitig auf. Er bezeichnet eine Literatur, die
sich nur noch auf ihre eigenen Mittel beziehen möchte: Wörter,
einzelne Buchstaben und sogar bloße Satzzeichen werden aus
dem festen Zusammenhang der Sprache herausgelöst und treten
dem Betrachter ’konkret’, das heißt für sich
selbst stehend, gegenüber" (zit. nach http://virtuelleschuledeutsch.at).
LINKS
http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/zurlage.htm
(Max Bense/Reinhard Döhl, "Zur Lage" zur Definition
phonetischer Poesie)
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