Nacht-Video: Analog zum Tag-Video beginnt Schneider
seinen Gang durch das Haus des Nachts an der Eingangstür. Im
Kaffeezimmer angekommen, sucht er sich, anstatt umzukehren und von
vorne zu beginnen, seinen Weg durch die mehrfachen Wände und
Zwischenräume, aus denen das verschachtelte „Haus ur“
besteht.
"Das ’Haus ur’ in Rheydt ist bis dato Gregor Schneiders
opus magnum. Labyrinthisch baut er hier Räume in Räume.
Dabei folgt er keinem bestimmten konstruktiven Prinzip, sondern
der Logik eines scheinbar nicht zielorientierten Handelns. Er beobachtet,
wie sich Eingriffe in die gewöhnliche Logik bestehender Architektur,
beispielsweise Ummantelungen der Wände mit verschiedenen Materialien
und irrationale Montagen von Raumfolgen, auf die Wahrnehmung beängstigend,
desorientierend und auf unheimliche Weise bedrängend auswirken.
Videoaufnahmen zeigen eine beklemmende Tour durch das ’Haus
ur’. Sie wirkt wie ein alptraumhafter Trip durch Depots ins
Unterbewußte verdrängter Erfahrungen." (Frank Barth,
zit. nach http;//www.raeumen.org).
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
ein/räumen, Hamburger Kunsthalle, 2000
Gregor Schneider - Hannelore Reuen, Hamburger Kunsthalle, 2003
LIT: Gregor Schneider. Totes Haus ur/Dead House ur/Martway Dom
ur 1985-1997, Ausst.-Kat. Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach,
Portikus Frankfurt a. M. und Galerie Foksal Warschau, Mönchengladbach
1997; ein/räumen. Arbeiten im Museum, Ausst.-Kat. Hamburger
Kunsthalle, hrsg. von Frank Barth, Hamburg 2000, S. 68, Abb. S.
121; Gregor Schneider. Totes Haus Ur, Ausst.-Kat. La Biennale di
Venezia 2001 [fotografische Dokumentation], hrsg. von Udo Kittelmann,
Ostfildern 2002; Hannelore Reuen - Gregor Schneider, Ausst.-Kat.
Hamburger Kunsthalle 2003.
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