Gregor Schneider
Rheydt 1969 - lebt in Rheydt

          

Haus ur. habe vergessen, worauf ich warte, 1995
Farbe, Ton, VHS, PAL, 16 Min.
Edition 1/6
Video
V-1998-10
Erworben im Kunsthandel 1998

 

Architektur, Installation
Gregor Schneider
 

Tag-Video: Ein Gang mit der Kamera durch das „Haus ur“ in Rheydt zur Tageszeit. Von außen durch die Eingangstür hoch in das Treppenhaus, danach in das Kaffeezimmer und wieder zurück zum Eingang und wieder von vorne begonnen. Der Gang dauert 16 Minuten und ist dreimal hintereinander geschnitten.

"Das ’Haus ur’ in Rheydt ist bis dato Gregor Schneiders opus magnum. Labyrinthisch baut er hier Räume in Räume. Dabei folgt er keinem bestimmten konstruktiven Prinzip, sondern der Logik eines scheinbar nicht zielorientierten Handelns. Er beobachtet, wie sich Eingriffe in die gewöhnliche Logik bestehender Architektur, beispielsweise Ummantelungen der Wände mit verschiedenen Materialien und irrationale Montagen von Raumfolgen, auf die Wahrnehmung beängstigend, desorientierend und auf unheimliche Weise bedrängend auswirken. Videoaufnahmen zeigen eine beklemmende Tour durch das ’Haus ur’. Sie wirkt wie ein alptraumhafter Trip durch Depots ins Unterbewußte verdrängter Erfahrungen." (Frank Barth, zit. nach http://www.raeumen.org).

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
ein/räumen, Hamburger Kunsthalle, 2000
Gregor Schneider - Hannelore Reuen
, Hamburger Kunsthalle, 2003

LIT: Gregor Schneider. Totes Haus ur/Dead House ur/Martway Dom ur 1985-1997, Ausst.-Kat. Städtisches Museum Abteiberg Mönchengladbach, Portikus Frankfurt a. M. und Galerie Foksal Warschau, Mönchengladbach 1997; ein/räumen. Arbeiten im Museum, Ausst.-Kat. Hamburger Kunsthalle, hrsg. von Frank Barth, Hamburg 2000, S. 68, Abb. S. 121; Gregor Schneider. Totes Haus Ur, Ausst.-Kat. La Biennale di Venezia 2001 [fotografische Dokumentation], hrsg. von Udo Kittelmann, Ostfildern 2002; Hannelore Reuen - Gregor Schneider, Ausst.-Kat. Hamburger Kunsthalle 2003.