Mit Dieter Roth, Oswald Wiener
Idee, Text, Musik, Gesang, Klavier, Flügelhorn, Perkussion, Tonaufnahme
und Umschlagentwurf von Oswald Wiener und Dieter Roth, Mosfellssveit,
lsland, 28.-30. Mai 1976
"Wir haben uns zusammengefunden, eine Art Ästhetik des
Scheiterns auszuprobieren, das heißt eine Ästhetik des
Nichtkönnens, des Möchtens, des Wollens. Und dies ist
eine sehr schmerzhafte Ästhetik, es ist eine Ästhetik
der Peinlichkeiten, der Blamage, des Verzichts. Da es aber eigentlich
darum geht zu ergreifen, emotional auf einen Hörer einzuwirken,
gibt es natürlich dieses Blamiertsein und die Peinlichkeit
als eine Art Ergriffenheit und als ein Spiel damit…"
(Oswald Wiener am Sonntag, 24. Mai 1998, in Köln, zit. nach
http://www.suppose.de/texte/wienervortrag.html).
3.Berliner Dichterworkshop 12./13.07.1973 an der Meinekestrasse
6 in Berlin in der Wohnung des Rudolf Prinz zu Lippe.
Edition Hansjörg Mayer, 1973
"’selten gehörte musik’ ging aus unseren
künstler-workshops hervor, bei denen sich ein kreis befreundeter
künstler zum reden, essen, trinken und produzieren zusammenfand.
diese workshops, ursprünglich in lockeren abständen geplant,
sollten jeweils mehrere tage (und nächte) dauern und - ohne
beschränkung auf eine bestimmte kunstsparte - zu gemeinsamem,
durchaus lustbetontem produzieren anregen. da die initiatoren in
berlin lebten, fand der erste workshop in berlin statt. die damals
entstandenen texte und zeichnungen wurden in einem umfangreichen
band publiziert: ’ergebnisse des ersten berliner dichter-workshops
(30.10. - 7.11.1972)/achleitner, brus, roth, rühm, wiener’.
ein zweiter, ’glossolaler’ dichter- workshop (6.2.73)
ist zwar auf tonband festgehalten, blieb bisher aber unveröffentlicht.
bei einem späteren besuch roths in berlin wurde spontan das
bedürfnis nach gemeinsamen musizieren wach - ein von ossi wiener
und mir langgehegter wunsch, den wir uns aber seltsamerweise bisher
nie so richtig erfüllt hatten. so entstand in zweitägigem
ununterbrochenem zusammensein die schallplatte ’3.berliner
dichter-workshop (12./13.7.1973)/roth, rühm, wiener’,
die bereits den 'markennamen' ’selten gehörte musik’
trägt - als ergänzendes attribut auf der rückseite
der plattenhülle. vokal- und klavierklänge wurden hier
unmittelbar auf einem spezialtonbandgerät manipuliert (gemischt,
verzerrt usw.)" (Gerhard Rühm, zit. nach http://www.kunstradio.at).
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