Ulrike Rosenbach
Salzdetfurth 1943 - lebt in Köln und Saarbrücken

          

Frühe Videoarbeiten, 1972-1975
S/W, Ton, U-Matic, PAL, 45 Min.
Video
V-1998-12

 

Performance, Feminismus
Ulrike Rosenbach
 

1. Einwicklung mit Julia, 1972, 5 Min.
"Meine kleine Tochter sitzt auf meinem Schoß. Zu der Musik von Atemtönen wickle ich uns mit durchsichtigen Mullbinden zusammen. Wir sind sowieso untrennbar miteinander verbunden" (Ulrike Rosenbach).

2. Zeichenhaube, 1973, 5 Min.
„Diese frühe Videoarbeit dokumentiert den Arbeitsprozeß mit der Videokamera, deren Bilder mit Hilfe des Monitors direkt kontrolliert und so verändert werden können. Die Bildschirmfläche wird von Ulrike Rosenbach ebenso direkt als Zeichenfläche im wörtlichen und übertragenen Sinn benutzt, indem das Band die auf eine Glasscheibe gezeichnete Haube mit dem eigenen Abbild der Kamera und des Monitors überlagert. Die Aneignung und kritische Verarbeitung tradierter Frauenbilder wird hier unterstrichen durch die historische Referenz an die Porträtmalerei“ (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

3. Mon Petit Chou, 1973, 8 Min.
„Diese frühe Videoarbeit gibt der französischen Koseform »mon petit chou« eine ironische Brechung. Indem Ulrike Rosenbach die Wendung beim Wort nimmt und sich Kohlblätter um den Kopf bindet, dreht sie eher beiläufig – zu einem französischen Chanson aus dem Radio – die Verhältnisse auf den Kopf. Billige Klischees und stereotype Bilder werden mit dieser Verweigerungsstrategie konterkariert“ (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

4. Five Point Star, 1974, 8 Min.
„Eine Körperstudie, Symbol der feministischen Kunst Ulrike Rosenbachs. Die Hautoberfläche mit Bauchnabel wird durch den Atem bewegt. Ein fünfzackiger Stern wird dabei überblendet“ (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

5. Port of Paradise, 1975, 15 Min.
„Eine Körperstudie. Zu Hawaii-Musik tropft Wasser langsam aus einer Pipette auf einen Bauchnabel“ (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

LIT : Frauen in der Kunst, hrsg. von Gislind Nabakowski, Helke Sander, Peter Gorsen, 2 Bde., Frankfurt am Main 1980; L´árt vidéo en République Fédéral de l´Allemagne. Textes acompagnant les bandes vidéo; 1976 Rebecca Horn, Friederike Pezold, Ulrike Rosenbach; 1980 Joseph Beuys, Wolf Knoebel, Reiner Ruthenbeck, hrsg. von Wulf Herzogenrath, Stuttgart 1980; Videokunst in Deutschland 1968-1982, hrsg. von Wulf Herzogenrath, Kölnischer Kunstverein 1982, S. 99-102;244, Abb. S. 244; Kunst und Video, hrsg. von Bettina Gruber und Maria Vedder, Köln 1983, S. 186-188; Ulrike Rosenbach. Wege zur Medienkunst 1969 bis 2004, hrsg. von Gerhard Glüher, Köln 2005, S. 18-19; 216-229, Abb. S. 20, Einwicklung mit Julia; Video-Werkverzeichnis; 40JAHREVIDEOKUNST.DE: Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute, hrsg. von Rudolf Frieling, Wulf Herzogenrath, Ostfildern 2006, S. 146-151.

LINK
http://www.ulrike-rosenbach.de