Charlemagne Palestine
New York 1947 - lebt in New York, Genf und auf Hawaii

          

Snake, 1974
S/W, Ton, U-Matic, NTSC, 10:43 Min.
Video
V-1998-19
Erworben im internationalen Kunsthandel 1998

 

Performance, Body Art, Musik
Charlemagne Palestine
 

"Snake" führt nicht nur die Schlange als mythische Anspielung im Titel, sondern vollzieht auch eine formalisierte Studie zum eigenen Körper als klangerzeugendem Element und Bewegungsmotor. Palestine liegt in Embryo-Haltung eingekrümmt auf dem Boden, sein Körper gerahmt von zwei sich verjüngenden Linien. Mit jedem neuen Atemzug beginnt er zu brummen und sich langsam auf dem Boden liegend im Kreis zu drehen. Der Ton verändert sich durch die Bewegung, bis er seinen Körper in die Länge ausstreckt und die Performance beendet. Im Unterschied zu Dennis Oppenheims "Forming Sounds" von 1969 benutzt er keine andere Person, deren Klänge er durch körperliche Berührung verändert, sondern konzentriert sich auf die eigene Klang- und Energiequelle.

LIT: Charlemagne Palestine: Sacred Bordello, hrsg. von Antonio Guzman, London 2004.

LINKS
http://leeson.ohje.de/nr5/palestine.htm (Rezension)
http://home.snafu.de/freunde/palestine.htm (Ankündigung)
http://media.hyperreal.org/zines/est/intervs/palestin.html (Interview)