A-Seite
Klaviersonate, aufgeführt in der Galerie Heike Curtze, Düsseldorf,
7. Mai 1984, 26:56 Min.
B-Seite
Nachtstück für Harmonium, aufgeführt in der Galerie
Heike Curtze, Wien, 27. Juni 1984, 29:15 Min.
"das wesentlich neue an meinem theater ist das überwinden
des rollenspiels durch das inszenieren realer geschehnisse ... das
geräusch übernimmt vorerst die rolle der musik in meinem
gesamtkunstwerk. meine musik hat ihre wurzeln im schrei, im lärm,
ist verbunden mit extremster erregung, die zur notwendigkeit des
theaters gehört. der schrei liegt menschheitsgeschichtlich
vor dem wort, er ereignet sich dann, wenn die erregung so stark
ist, dass das wort kein auslangen mehr findet. ... in der folge
hat sich meine akustische gestaltung über die extremen, archaischen
ausdrucksmöglichkeiten, die ich aber trotzdem nie verlassen
will, hinausentwickelt. die klangfarbe wird immer wesentlicher.
eine art orgelklang des gesamten orchesters wird angestrebt. ich
bin auf die musik des o.m. theaters durch die unmittelbare auseinandersetzung
mit der aktion gestossen.
vor mir lag die musik der zweiten wiener schule, schönberg,
webern, vor der ich soviel respekt hatte, dass ich sie nicht wiederkauen
wollte. es musste ein ausbruch gefunden werden. etwas neues aus
der aktion geborenes entstand" (hermann nitsch, 1999, zit.
nach http://www.nitsch.org/).
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