40JAHREVIDEOKUNST.DE
Bjørn Melhus

Kirchheim/Teck 1966 - lebt in Hannover und Berlin


          

Teil 1 Digitales Erbe: Studienedition zur Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute, DVD 8: 1996-1998, 2006
Farbe und S/W, Ton, DVD, PAL, 107 Min.
Studienedition 1000 (nicht nummeriert)
Video
V-2006-12

 

Videokunst, Compilation
Bjørn Melhus
 

Hrsg. Rudolf Frieling/Wulf Herzogenrath, Ostfildern 2006

DVD 8: 1996-1998
Daniel Pflumm, Logo auf Schwarz, 1996, 33:22 Min.
Granular-Synthesis, Sweetheart, 1997, 7:30 Min.
Bjørn Melhus, No Sunshine, 1997, 6:15 Min.
Piotr Baran, Massdart 98, 1998, 57 Min.
Heike Baranowsky, Passage I, 1998, 3 Min.

Daniel Pflumm, Logo auf Schwarz, 1996
"Daniel Pflumm operiert mit dem 'schönen Schein' glatter Oberflächen: bunte Logos, Corporate Identities und Markenzeichen lösen einander in rasendem Tempo ab (Musik: Arj Snoek). Pflumm löst die Labels aus ihrem Kontext (Fernsehen oder Internet), baut sie am Computer nach, zerlegt sie in ihre strukturellen Elemente und läßt diese Teile dann in Endlosschleifen rotieren. In ‘Logo auf Schwarz’ (für die Black Box, das Kino, den Club) eliminiert (zensiert) er jegliche Schrift von Hand bzw. rastert sie elektronisch bis zur Unkenntlichkeit auf. Pflumm kombiniert gefundenes Material auch mit Labels eigener Projekte (die teils appropriierte Firmenlogos sind): In seinen Videos verschwimmen die Grenzen zwischen Elektro (Club, 1992–1994), AT&T, Panasonic (Club, 1995–1997), ESSO, PAN AM, WMF (Club) und Microsoft " (Inke Arns, zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

Granular-Synthesis, Sweetheart, 1997
"In der Arbeit ‘Sweetheart’ von 1996 sieht man den Kopf der Performerin Akemi Takeya in Großaufnahme. Die langsame Bewegung des Kopfes und der Mimik ergibt sich aus der Re-Synthese kleinster Bild-Ton-Einheiten. Der intensive emotionale Ausdruck ist ein synthetisch erzeugter, der wiederum reale Emotionen beim Betrachter auslöst. ‘Sweetheart’ hat eine Dauer von 15 Minuten und entstand für ein Kurzfilmprogramm des österreichischen Fernsehens ORF" (Ulf Langheinrich, zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).

Björn Melhus, No Sunshine, 1997
(siehe auch Inv.-Nr. V-2000-07)
Das Video 'No Sunshine', treibt die Doppelgängerei von Bild und Abbild mit der Parallelexistenz von Zwillingen auf die Spitze. Die erstrebte Synthese beider Körper wird plötzlich aufgekündigt und führt zur gegenseitigen Auslöschung. Der Sound ist ein Remix des gleichnamigen Motown-Welthits von Bill Withers aus dem Jahr 1971, der Dialog wird geführt mit den Kinderstimmen von Michael Jackson, der diesen Song ebenfalls gecovert hat, und Stevie Wonder. Für 'No Sunshine' erhielt Bjørn Melhus den Marler Videokunstpreis 1998" (zit. nach Saalzettel Sommerfrische).

Piotr Baran, Massdart 98, 1998
Piotr Baran konstruiert seine Videoinstallationen aus vorgefundenem und eigenem Bild- und Tonmaterial. Er nutzt analytisch und ästhetisch die Montage und Collage für analoges wie digitales Material, Bildstreifen und Tonspuren sowie deren technische Apparaturen.

Heike Baranowsky, Passage I, 1998
"Passage I" zeigt Bewegung im Stillstand mit einer Fahrt auf ruhigem grauem Meer. Die fixierte Kameraeinstellung folgt dem Horizont auf halber Bildhöhe. Leise gleitet ein Frachtschiff rückwärts in Leserichtung durch das Bild. Es wird langsam überholt. Das Video wird im Loop abgespielt.

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
40jahrevideokunst.de - Teil 1 Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute, Kunsthalle Bremen, Städtische Galerie im Lenbachhaus, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Museum der bildenden Künste Leipzig, 2006.

LIT: 40JAHREVIDEOKUNST.DE – Teil 1 Digitales Erbe: Videokunst in Deutschland von 1963 bis heute, hrsg. von Rudolf Frieling/Wulf Herzogenrath, Ostfildern 2006.


LINKS
http://www.melhus.de
http://www.40jahrevideokunst.de
http://www.medienkunstnetz.de