| 4. August 1964. Materialaktion Nr. 11: Mama und Papa,
Perinetkeller, Perinetgasse 1, 1200 Wien
Kurt Kren bestand bei seinen filmischen Aufzeichnungen von künstlerischen
Aktionen auf dem Autorenrecht, mit dem Material nach eigenen Vorstellungen
umzugehen. Er produzierte keine Dokumentarfilme, sondern setzte
mit seiner schnellen Cut-up-Montage das Geschehen für die Filmbetrachter
neu zusammen.
"Um den Schnittplan zu erstellen, numerierte Kren die Einstellungen
der Reihe nach durch. Den ersten Kader jeder Einstellung klebte
er als Orientierungshilfe auf einen Karton und gab ihm eine Nummer.
Bei Mama und Papa sind es 82 verschiedene Einstellungen. Jede Einstellung
wurde dann in mehrere 'Stücke' zerteilt und dem Schnittplan
entsprechend aufgeteilt" (zit. nach Hans Scheugl, Ex Underground
Kurt Kren - seine Filme). Kren arbeitete unter anderem zusammen
mit Günter Brus, Wilhelm Hein, Otto Mühl, Helga Philipp
und Christoph Schlingensief.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
Otto Muehl, LEBEN / KUNST / WERK. Aktion Utopie Malerei 1960-2004,
Museum für angewandte Kunst, Wien, 2004 und Sammlung Falckenberg,
Hamburg-Harburg, 2005
SNAFU. Medien, Mythen, Mind Control, Hamburger Kunsthalle,
2006
LIT: Ex Underground Kurt Kren - seine Filme, hrsg. von Hans Scheugl,
Wien 1995; Otto Mühl. Leben / Kunst / Werk. Aktion Utopie Malerei
1960-2004, Ausst.-Kat. Museum für Angewandte Kunst, hrsg. von
Peter Noever, Wien 2004, S. 83-89, Abb. S. 83-88.
LINKS
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