Hrsg. Rudolf Frieling/Wulf Herzogenrath, Ostfildern
2006
DVD 2: 1969-1971
Katharina Sieverding, Life-Death, 1969/2004, 50 Min.
Joseph Beuys, Filz TV, 11:25 Min.
Imi Knoebel, Projektion X, 1971, 40 Min.
Katharina Sieverding, Life-Death, 1969/2004
"Life-Death" zeigt unter anderem die Rückenansicht
einer offenbar an den Händen gefesselten und sich windenden
Frau im grellroten Umhang. Sieverding setzt Slow-Motion bei minimaler
Handlung ein, intensive Farbigkeit und Endloswiederholung.
Joseph Beuys, Filz TV, 1970
"Für Gerry Schums TV-Sendung ‘Identifications’
führt Beuys eine nur für die Kamera inszenierte Version
der Aktion ‘Filz-TV’ auf, die 1966 in Kopenhagen vor
Publikum im Rahmen eines Happening-Festivals stattfand. Dies ist
die einzige Aktion von Beuys, die speziell für die Aufzeichnung
auf Film stattfindet. Zu Beginn der Aktion sitzt Beuys vor dem laufenden
TV-Gerät, dessen Mattscheibe mit Filz abgedeckt ist. Unter
dem Stuhl liegen schon die Boxhandschuhe bereit, die dann in der
Akltion verwendet werden. Beuys hebt die Filzscheibe links unten
leicht an, so daß darunter das Flimmern des gestörten
Fernsehbilds zu erkennen ist. Der Ton des Fernsehsprechers, der
über die aktuellen Milch- und Fleischpreise berichtet, bleibt
noch zu hören. Beuys sagt, daß er 'eine schrittweise
Eliminierung vorgenommen' hat, indem erst das Bild 'weggefiltert'
wird und der Ton weiterläuft, 'doch wenn das Bild fehlt, wird
der Ton absurd'" (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).
Imi Knoebel, Projektion X, 1971
Produktion: Gerry Schum
"Knoebels Arbeit knüpft an konstruktivistische Traditionen
an und bewegt sich zwischen Malerei und Skulptur. Darüberhinaus
entstehen um 1970/71 mehrere Arbeiten, die Projektionen im Außenraum
einsetzen. In dieser Reihe ist auch sein einziges Video ‘Projektion
X’ zu sehen. In einer nächtlichen Fahrt durch das schlafende
Darmstadt wird von einem Auto aus ein großes leuchtendes X
auf die Wände der Häuser projiziert. Durch die 40 Minuten
ununterbrochene Aufnahmedauer und den videospezifischen Nachzieheffekt
bei schwachem Licht zeichnet sich dieses Band als eine der wenigen
speziell auf das Medium Video ausgerichteten Produktionen von Schum
aus" (zit. nach http://www.medienkunstnetz.de).
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
40jahrevideokunst.de - Teil 1 Digitales Erbe: Videokunst in
Deutschland von 1963 bis heute, Kunsthalle Bremen, Städtische
Galerie im Lenbachhaus, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie
Karlsruhe, K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Museum der bildenden
Künste Leipzig, 2006.
LIT: 40JAHREVIDEOKUNST.DE – Teil 1 Digitales Erbe: Videokunst
in Deutschland von 1963 bis heute, hrsg. von Rudolf Frieling/Wulf
Herzogenrath, Ostfildern 2006.
LINKS
http://www.40jahrevideokunst.de
http://www.medienkunstnetz.de
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