| Die Künstlerin schreibt zu ihrem Film: „Die
Präambel, in der ich meine Narben zeige und erzähle, dass
ich wegen der damit verbundenen Krankheit den Kontakt zu meinen ehemaligen
Besitztümern, speziell meinen Fetischen verloren hatte und ankündige,
sie noch einmal dokumentieren zu wollen, verstehe ich im Nachhinein
als Vorwand. Ganz offensichtlich war ich froh um einen Anlass, den
ich brauchte, als eine Art Entschuldigung dafür, dass ich ein
Publikum mit meiner speziellen Sorte Sex belästige. [...] In
den einzelnen Kapiteln des Films zeige ich verschiedene Images, die
ich annehme und die mich mehr oder weniger sexuell stimulieren, oder
mithilfe derer ich als Herrin auftrete. Ich verwandle mich mittels
einer übersteigerten Form von fraulicher Unterwäsche aus
hautfarbenem Gummi, in ein Unterwäschemonster. Ich stelle einige
fetischisierte Frauenrollen, von streng ordinär bis putzig dar.
Ich zeige zwei meiner Domina-Outfits. Am Ende rolle ich mich, am Boden
liegend, in ein Gummilaken, was die Verwendung eines Leichentuches
evozieren soll“ (Susanne Klein, 5. März 2003).
LIT: Susanne Klein: Männerkörperinszenierungen, Ausst.-Kat.
18. Arbeitsstipendium für Bildende Kunst, 1998, hrsg. von der
Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburg 1999.
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