Susanne Klein
Nürnberg 1955 - lebt in Hamburg

          

Aus den Schränken und Schachteln, 2001
Farbe, Ton, DVD, PAL, 33:44 Min.
Video
V-2002-20

 

Performance, Body Art
Susanne Klein
 
Die Künstlerin schreibt zu ihrem Film: „Die Präambel, in der ich meine Narben zeige und erzähle, dass ich wegen der damit verbundenen Krankheit den Kontakt zu meinen ehemaligen Besitztümern, speziell meinen Fetischen verloren hatte und ankündige, sie noch einmal dokumentieren zu wollen, verstehe ich im Nachhinein als Vorwand. Ganz offensichtlich war ich froh um einen Anlass, den ich brauchte, als eine Art Entschuldigung dafür, dass ich ein Publikum mit meiner speziellen Sorte Sex belästige. [...] In den einzelnen Kapiteln des Films zeige ich verschiedene Images, die ich annehme und die mich mehr oder weniger sexuell stimulieren, oder mithilfe derer ich als Herrin auftrete. Ich verwandle mich mittels einer übersteigerten Form von fraulicher Unterwäsche aus hautfarbenem Gummi, in ein Unterwäschemonster. Ich stelle einige fetischisierte Frauenrollen, von streng ordinär bis putzig dar. Ich zeige zwei meiner Domina-Outfits. Am Ende rolle ich mich, am Boden liegend, in ein Gummilaken, was die Verwendung eines Leichentuches evozieren soll“ (Susanne Klein, 5. März 2003).

LIT: Susanne Klein: Männerkörperinszenierungen, Ausst.-Kat. 18. Arbeitsstipendium für Bildende Kunst, 1998, hrsg. von der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburg 1999.