"Vertical Roll" war als Videoband in
die gleichnamige 19-stündige Performance integriert. Durch
eine Manipulation des Bildzeilenaufbaus laufen Einzelbilder von
Joan Jonas’ Gesicht wie in einer Bildstörung vertikal
von oben nach unten im schnellen Takt über den Monitor. Den
akustischen Rhythmus gibt ein Schlaggeräusch, das sie selbst
ausführt. Im Verlaufe des Videos entsteht der Eindruck, als
würde das Gesicht in der Maske ihres Alter Ego “Organic
Honey“ aus dem Monitor heraus gedrückt.
Der formale Rückgriff auf Elemente der Volkskunst, Fragmente
aus Märchen oder Verweise auf das Schamanentum spielten eine
wichtige Rolle in ihren Choreographien.
AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
Joan Jonas. Performance, Video, Installation 1968 - 2000,
Galerie der Stadt Stuttgart und NGBK Berlin, 2000-2001
LIT: Kunst und Video, hrsg. von Bettina Gruber und Maria Vedder,
Köln 1983, S. 139-141; Friedemann Malsch, Dagmar Streckel,
Ursula Perucchi-Petri: Künstler-Videos : Entwicklung und Bedeutung
- die Sammlung der Videobänder des Kunsthauses Zürich,
Ostfildern 1996, S. 144, Abb. S. 144; Joan Jonas. Performance, Video,
Installation 1968 - 2000, Ausst.-Kat. Galerie der Stadt Stuttgart
u.a., hrsg. von Johann-Karl Schmidt und Andrea Jahn, Stuttgart 2000;
Barbara Engelbach: Zwischen Body Art und Videokunst. Körper
und Video in der Aktionskunst um 1970, München 2001, S. 52-55.
LINKS
http://www.digitaldiva.de
http://www.museenkoeln.de
http://architecture.mit.edu/people/profiles/prjonas.html |