Ernst Jandl
Wien 1925


          

Teil der Compilation:

Phonetische Poesie, 1971
LP
A-1983-09
Audio

 

Laut-Dichtung

Ernst Jand
 
A-Seite
Velemir Chlebnikov (1885-1922): ora smetis (Lach-Beschwörung) (1910)
Aleksej Krucenych (1886-1970): Fliegerlied (aus der Oper "Sieg über die Sonne)
Kazimir Malevic (1978-1935): Lautgedicht
Raoul Hausmann (1886-1971): Poème phonétique
Kurt Schwitters (1887-1948), Scherzo aus der "soonate in uurlauten" (seit 1922)
Maurice Lemaitre (*1926): Lettre Rock (1985)
Francois Dufrene (*1930-1982): 1. Crirhythme, dédie à Gil J Wolman; 2. Avril déjà
Henri Chopin (gest. 1922): Delft, Recording with Nine Students in School (en direct et simultanité 6th November 1970)

B-Seite
Bob Cobbing (1920-2002): Drei Stücke aus ABC in Sound(d - p - t) (1965)
Peter Greenham (*1926): pin point puff
Paul De Vree (1909-1982): April bij sneeuw (1970)
Arrigo Lora-Totino (1928): Phonèmes structures, texte 4° (1966)
Ladislav Novak (1925-1999): La structure phonétique de la langue tchèque
Gerhard Rühm (*1930): Komplex10 (1961/1971); Zensurierte Rede (1969)
Franz Mon (*1926), erge erekt (1962)
Ernst Jandl; (1925-2000): Im Reich der Toten

"Die konkrete Poesie ist eine Richtung innerhalb der modernen Lyrik, welche die phonetische, visuelle und akustische Dimension der Sprache als literarisches Mittel verwendet. Diese Eigenschaften der Sprache werden durch die verschiedensten Techniken wie die Montage, Reihung, Variation, Wiederholung, die graphische Anordnung des Textes und das laute Lesen des Gedichts künstlerisch genützt. Die konkrete Poesie steht zum Teil in der Tradition des Futurismus und des Dadaismus der Zwanziger Jahre, z. B. bei Kurt Schwitters und Hans Arp.
Der engere Begriff „konkrete Poesie“ taucht etwa in der Mitte der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts in mehreren Ländern gleichzeitig auf. Er bezeichnet eine Literatur, die sich nur noch auf ihre eigenen Mittel beziehen möchte: Wörter, einzelne Buchstaben und sogar bloße Satzzeichen werden aus dem festen Zusammenhang der Sprache herausgelöst und treten dem Betrachter ’konkret’, das heißt für sich selbst stehend, gegenüber" (zit. nach http://virtuelleschuledeutsch.at).

LINKS
http://www.uni-stuttgart.de/ndl1/zurlage.htm (Max Bense/Reinhard Döhl, "Zur Lage" zur Definition phonetischer Poesie)