Rebecca Horn
Michelstadt 1944 - lebt in Düsseldorf, Berlin und New York

          

Filme 1: Performances I; Simon Sigmar; Performances II; Berlin - Übung in neun Stücken, 1970-1975
Farbe und S/W, Ton und kein Ton DVD, PAL, 100 Min., 16 mm Film übertragen auf Video
Edition 10/300
Video
V-2004-04a
Erworben aus dem Kunsthandel 2004

 

Performance
Rebecca Horn
 

Performances I, 1970-1972
Dokumentation von acht Performances:
Kamera: B. Liebner, KP Brehmer
16 mm, Farbe, Ton, 19 Min.
1. Rote Glieder, Blau-Blau-Blau, Rotbrust, Zunehmendes Schwarz
2. Haare wachsen: Bad Dream
3. Hahnengefieder
4. Balancestab
5. Schwarze Hörner
6. Federkleid

Simon Sigmar, 1971
Mit Sigmar Polke
Musik: Hayden Chisholm, "Simon Sigmar"
16 mm, Farbe, Ton, 3 Min.

Performances II, 1973
16 mm, Farbe, Ton, 36 Min.
Dokumentation von neun Performances:
1. Einhorn
2. Kopf-Extension
3. Weißer Körperfächer
4. Handschuhfinger
5. Federfinger
6. Gavin
7. Hahnenmaske
8. Bleistiftmaske
9. Kakadu-Meister

Berlin (10.11.1974 - 28.1.1975) - Übung in neun Stücken
Unter Wasser schlafen und Dinge sehen, die sich in weiter Ferne abspielen, 1974/1975
Mit Rebecca Horn, Guido Kerst, Lisa Liccini, Otto Sander, Veruschka von Lehndorff, Michel Würthle
Musik: Hayden Chisholm, "Feather Dance", "Fish Dance"
Realisation Helmut Wietz
16 mm, Farbe, Ton, insgesamt 42 Minuten
Dokumentation von acht Performances mit einem Epilog:
1. Mit beiden Händen gleichzeitig die Wände berühren
2. Blinzeln
3. Die untreuen Beine festhalten
4. Zwei Fischchen, die sich an einen Tanz erinnern. Räume berühren sich in Spiegeln
5. Zwischen den feuchten Zungenblättern die Haut abstreifen
6. Mit zwei Scheren gleichzeitig die Haare schneiden
7. Wenn die Frau und ihr Geliebter auf der Seite liegen, sich ansehn, und sie mit ihren Beinen die Beine des Mannes umschlingt - bei weit geöffnetem Fenster - ist es die OASE
In einer Reihe von acht Übungen, auf die ein Epilog folgt, realisiert Rebecca Horn Performances in einem leer geräumten Wohnraum, die das Verhältnis zwischen einer skulpturalen Handlung und ihrer Umgebung thematisieren.

Die untreuen Beine festhalten
Otto Sander agiert als Partner von Rebecca Horn bei dem Versuch, die Magneten, die beide sich um jeweils ein Bein gegürtet haben, zusammenzubringen. Die Angst vor der Trennung läßt die beiden schwarz gekleideten Gestalten zu einem seltsamen, dreibeinigen Geschöpf werden, das sich humpelnd, schwankend und schwebend durch den Raum bewegt.

Mit zwei Scheren gleichzeitig die Haare schneiden
In der letzten Episode der Performance-Reihe rezitiert der Schauspieler Otto Sander einen Text, der das Paarungsverhalten und Kampftänze von Schlangenmännchen detailliert beschreibt, während Rebecca Horn sich ihre langen roten Haare nach und nach vor der laufenden Kamera abschneidet. Beide Einstellungen sind im Gegenschnitt montiert. Die Lesung beginnt wie in einem Schauspiel-Seminar und der Monolog, der mit kühler Sachkenntnis begann, gewinnt während Sander den Text vorträgt einen Ausdruck des Erstaunens über die Veränderungen an der Person gegenüber.

AUSSTELLUNGEN (Auswahl)
Rebecca Horn, ifa Institut für Auslandsbeziehungen e. V., Stuttgart, 1999
Rebecca Horn. The Glance of Infinity, Kestner-Gesellschaft, Hannover, 1997
Rebecca Horn, Nationalgalerie Berlin u.a., 1994

LIT: Rebecca Horn. Performances 1970-1972, Ausst.-Kat. Neuer Berliner Kunstverein, Berlin 1974; Rebecca Horn. The Glance of Infinity, Ausst.-Kat. Kestner-Gesellschaft, Hannover 1997.

LINKS
http://www.fdk-berlin.de/arsenal/text2002/1002sander.html
http://on1.zkm.de/zkm